Viele Läden waren insgesamt über Monate geschlossen.Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/dpa

Immer mehr Menschen räumen Wirtschaft Vorrang vor Virusbekämpfung ein

Epoch Times19. Oktober 2021 Aktualisiert: 19. Oktober 2021 7:18

Mehr als anderthalb Jahre nach dem Beginn der Corona-Pandemie gibt eine wachsende Zahl von Menschen in westlichen Ländern einer Umfrage zufolge der Wirtschaft Vorrang vor der Virusbekämpfung. Es gebe eine klare Tendenz der Bürger hin zu weniger Beschränkungen, selbst wenn das zu mehr Toten führen könnte, erklärte das Beratungsunternehmen Kekst CNC am Montag. Das Unternehmen hatte Menschen in den USA, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Schweden und Japan befragt.

In Deutschland und Großbritannien haben sich die Prioritäten der Bürger seit der letzten Umfrage im Mai demnach am stärksten verändert. 40 Prozent der Deutschen sind weiterhin für die Priorisierung der Eindämmung des Virusgeschehens, während es vor fünf Monaten noch 49 Prozent waren. 39 Prozent betonten hingegen die Notwendigkeit, die Wirtschaft zu schützen – ein Anstieg um neun Prozentpunkte.

Noch deutlicher war die Verschiebung in Großbritannien, wo 42 Prozent der Befragten der Pandemie Vorrang vor der Wirtschaft einräumen wollen – ein Rückgang um 19 Prozentpunkte gegenüber Mai.

In Frankreich war die Unterstützung für den Kampf gegen Covid-19 am geringsten: 36 Prozent der Befragten sagten, dass die Bekämpfung des Virus oberste Priorität haben sollte. Der gleiche Anteil meinte, dass die Wirtschaft Vorrang haben sollte.

„In allen Ländern ist der Anteil derjenigen zurückgegangen, die wollen, dass ihre Regierungen der Begrenzung der Ausbreitung des Coronavirus Vorrang vor dem Schutz der Wirtschaft einräumen“, heißt es in der Veröffentlichung. Die Mehrheit der Menschen in allen sechs Ländern sei außerdem gegen eine Wiedereinführung von Beschränkungen, auch wenn Krankenhäuser deshalb künftig überlastet sein könnten.

Die jüngste Umfrage des Kekst CNC Covid Tracker fand zwischen dem 28. September und dem 5. Oktober statt. 6000 Menschen wurden dafür befragt. (afp/oz)



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