Fast 6.000 Tuberkulosefälle in Deutschland im Jahr 2016 – Tendenz steigend

Die Anzahl der Tuberkulosefälle in Deutschland stieg 2016 nach Angaben des Robert Koch-Institut auf 5.915 Erkrankungen. „Es gibt einen Zusammenhang mit der aktuellen Zuwanderung“.

Bei der Zahl der Tuberkulosefälle in Deutschland geht der Trend nach oben. Im Jahr 2016 registrierte das Robert Koch-Institut 5.915 Erkrankungen. 2015 waren es 5.852, teilte das Institut zum Welttuberkulosetag am 24. März mit.

Damit sind die Zahlen nach einem Tiefststand im Jahr 2012 deutlich angestiegen. Tuberkulose ist die weltweit tödlichste Infektionskrankheit.

„Es gibt einen Zusammenhang mit der aktuellen Zuwanderung“, sagte RKI-Infektionsforscherin Lena Fiebig.

„Migration ist aber nicht die Ursache von Tuberkulose, das Bakterium ist es“, ergänzte sie. Es sei ungleich in der Welt verteilt, komme aber auch in Deutschland vor. (dpa)

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