Cottbuser Demos: Heimatliebe ein Verbrechen? – Mit „Zukunft Heimat“ seit 1989 erstmals wieder auf der Straße

Ist Heimatliebe in Deutschland ein Verbrechen? - Viele Menschen in Cottbus sind seit 1989 erstmals wieder auf die Straße gegangen, um zu demonstrieren. Doch das Problem scheint nur peripher eines zwischen Deutschen und Migranten zu sein. Alice Weidel (AfD) mahnt an, die Cottbuser Bürger nicht im Stich zu lassen.

Aufgrund der Vorkommnisse in Cottbus, die zuletzt in Attacken von jungen Syrern auf Passanten am Einkaufszentrum Blechen Carré sowie eine Messer-Attacke am selben Ort auf einen Jugendlichen gipfelten, sank die Stimmung in der 100.000-Einwohner-Stadt an der Spree nahe der polnischen Grenze und mittig zwischen Frankfurt/Oder und Bautzen immer tiefer.

Alice Weidel zu Cottbus

Auch die Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag, Alice Weidel, sprach über das immer größer werdende Thema Cottbus. Sie warnte vor einer Vorverurteilung der Bürger der Stadt, wie die „Jungen Freiheit“ berichtet und sagte deren Redaktion:

Das Beispiel Cottbus zeigt ganz klar, wie abgehoben die etablierten Parteien agieren. Sie haben sich vollkommen von den Problemen der Menschen entfernt und lassen die Bürger schlicht im Stich.“

(Alice Weidel, AfD, MdB)

Weidel erklärte, dass sich die Zahl der registrierten Flüchtlinge seit Ende 2013 von etwa 400 auf derzeit 4.300 in der Stadt fast verzehnfacht und die Sicherheitslage massiv verschlechtert habe.

Weidel verwies nicht nur auf die jüngsten beiden Messer-Attacken durch syrische Flüchtlinge, sondern sprach von regelmäßigen Angriffen auf Cottbuser Bürger, die sich von der Politik spätestens seit dem Mord an einer 82-jährigen Seniorin der Stadt durch einen syrischen Flüchtling allein gelassen fühlten. Und Weidel sprach das eigentliche Problem an, ein tief sitzendes, deutsches Problem:

Jede öffentlich geäußerte Kritik an den Zuständen in der Stadt wird ins ‚braune Eck‘ gestellt. Das ist vollkommen skandalös.“

(Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag)

Zwei Lager in der Stadt

Die Stadt spaltete sich mehr und mehr in zwei Lager: Die einen, das Bündnis „Cottbus Nazifrei“ und seine Anhänger wollen mehr Vielfalt und setzen sich für mehr Migration ein. Zudem wollen sie „Aufmärsche von Neonazis und Rechtspopulist*innen“ verhindern und den „gesellschaftlichen Alltag in Cottbus antifaschistisch“ begleiten.

Die Bündnis-Demo in Cottbus am Samstag, 3. Februar, warb ab 11 Uhr für mehr „Weltoffenheit“, wie die „Tagesschau“ es nannte. Als Antragsteller wurde Mohammed Scharr genannt, ein syrischer Flüchtling, der seit zwei Jahren in Deutschland lebt. Wie Medien berichteten, folgten rund 1.000 Menschen dem Aufruf.

Ungern wollten die Medien allerdings wohl vom Auftritt der linksextremistischen Antifa berichten, die sich offenbar auch an der Demo „Leben ohne Hass“ beteiligte. Sie forderten in bekannt friedlicher Weise: „Feuer und Flamme den Abschiebebehörden“.

Auf der anderen Seite standen die AfD Brandenburg und der Verein „Zukunft Heimat e.V. und Vereinsvorstand Dr. Christoph Berndt, Arzt und Personalrat an der Berliner Charité, der unlängst erklärte, dass alle Demonstrationen unter dem Motto „Grenzen Ziehen“ stünden und sich gegen die Regierungspolitik der „unkontrollierten Masseneinwanderung“ richten würden. Rund 3.000 Menschen fanden das an diesem Tag sinnvoll zu unterstützen.

Die Polizei war in der Innenstadt sehr präsent und achtete darauf, dass die verschiedenen Gruppen nicht aufeinandertrafen.

Linke Kampfbegriffe verpuffen

Doch angesichts dieser Spaltung der Bürger der Stadt sollte man sich ernsthaft fragen, ob denn diese 3.000 Menschen wirklich alles Neonazis und Rechtspopulisten sein sollten, wie das Aktionsbündnis in Cottbus gerne vermitteln möchte? Ganz so einfach scheint es nicht zu sein, wie auch vor einigen Tagen Ingo Decker, Sprecher des Innenministeriums erkennen musste:

Die Demo zeigt, dass wir es nicht nur mit Rechtsextremisten und der AfD zu tun haben, sondern auch mit vielen empörten Bürgern.“

(Ingo Decker, Sprecher IM)

Die Stimmung in Cottbus sei angespannt, was sich da vollziehe, sei keine Kleinigkeit, so Decker den Ernst der Lage wohl realistisch einschätzend.

Besuch bei „Pegida“

Nach der Cottbuser Demo vom 20. Januar sprach Christoph Berndt von „Zukunft Heimat“ am Montag darauf in Dresden anlässlich der großen Montags-Kundgebung von „Pegida“. Hierbei offenbarte er:

Wir haben Zuschriften und Anrufe von Cottbuser Bürgern bekommen. Die haben uns gesagt: ‚Wir waren das letzte Mal 1989 bei einer Demonstration. Und wir sind jetzt zur Demonstration gegangen und wir werden wieder zur Demonstration gehen.'“

(Dr. Christoph Berndt, Cottbus)

Der Widerstand wachse auch in Cottbus, so Berndt, weil Cottbus den größten Ausländeranteil in Brandenburg habe und dieser in den vergangenen zwei Jahren von 2,5 auf 8,5 Prozent gewachsen sei.

RBB, Staatsfunk & Schnitzlers Erben

Später kritisierte Christoph Berndt noch den „RBB“ als Staatsfunk, sprach gar von „Schnitzlers Erben bei uns im Land Brandenburg“.

Der „RBB“ versuche, so Berndt, die Ereignisse in Cottbus mit Macht umzudeuten und rede unentwegt von einer Gewaltspirale, einer sich wechselseitig aufschaukelnden Gewalt zwischen Deutschen und Ausländern.

Das erkennbare Ziel dessen sei, die „brutalen Attacken vor dem Blechen-Carré zum Teil den Deutschen mit in die Schuhe zu schieben“, dabei seien die unmittelbar Schuldigen die kriminellen Ausländer, die das Land zu verlassen hätten und mittelbar die Verantwortlichen in der Regierung, die bis heute die Grenzen offen lassen und bis heute in allerlei Sprachen für eine weitere Migration nach Deutschland werben würden. Die müssten alle weg, so seine Forderung.

Güte, Moral und Scheinheiligkeit

Dann sprach Christoph Berndt von Nächstenliebe und vom Mainstream, den Politikern, den Gewerkschaften und den Kirchen, die immer so täten, als wären „wir hier“, so Berndt zu den Kundgebungsteilnehmern in Dresden, „Egoisten und gemeine Kerle und als hätten sie, die Moral und das Gute gepachtet“. Dies sei in Wirklichkeit anders.

Der Cottbuser Bürgermeister habe an diesem Tage (22. Januar) erklärt, dass er keinen Unterschied in der Behandlung von Flüchtlingen und Einheimischen machen würde, woraus Christoph Berndt schloss, dass er sich deshalb vielleicht als besonders guten, moralischen und christlichen Mann sehe. Doch das Gebot der christlichen Nächstenliebe sei ein Zitat aus dem Alten Testament, 3. Buch Moses, Kapitel 19, Vers 18, erinnert der Mann von „Zukunft Heimat“, wo es heiße:

Du sollst dich nicht rächen noch Zorn bewahren gegenüber den Kindern deines Volkes. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, denn ich bin der Herr.“

(Bibel)

Demnach betreffe die christliche Nächstenliebe „die Kinder deines Volkes“, so Berndt, und sie sei „maßvoll und menschlich“ und auf die Kinder des eigenen Volkes gerichtet. „Den Fremden begegnen wir mit Anstand und Respekt“, aber die Nächstenliebe gelte dem eigenen Volk.

Politiker, Kirchenfürsten und Gewerkschaften, die dies vergessen würden, würden ihrer Aufgabe nicht gerecht werden, so der Charitè-Arzt abschließend.

Heimatliebe ein Verbrechen?

Diesen Vorwurf an die Elite des Landes, ihr eigenes Volk zu vergessen und das Fremde zu fördern, hört man nicht nur in Dresden oder Cottbus auf der Straße. Und nicht nur der Cottbuser Verein „Zukunft Heimat“ wird von seinen politisch linken Gegnern mit aller Macht – auch der medialen –  an den rechten Rand der Gesellschaft gedrückt.

Auch die „Identitäre Bewegung“ beanstandet die derzeitige Lage und gibt zu Bedenken: „Heimatliebe ist kein Verbrechen“.  Doch genauso wie der Cottbuser Verein wird auch die Jugendbewegung der „Identitären“ allein dafür von linken Ideologen als „rechtsextrem“ und „völkisch“ abgestempelt, obwohl diese ihre Aktionen des zivilen Ungehorsams stets auf gewaltfreie Art ausführen.

Im Gegensatz dazu zeigt die sogar lange Zeit politisch geförderte linksextreme Antifa, ihre wahre Natur nicht nur beim G20-Gipfel in Hamburg, im „Tal der Vermummten“ in der Rigaer Straße in Berlin oder bei den Krawallen auf den Straßen Leipzig und in ihrem ständigen Kampf gegen Staat und Polizei.

Erst kürzlich soll die Antifa das Wochenendhaus des Leipziger „Identitären“-Leiters und Youtubers Alexander Kleine („Laut gedacht“) niedergebrannt haben. Ein Bekennerschreiben wurde nicht gefunden. Der offensichtlich politische Brandanschlag wurde medial kaum aufgegriffen.

Doch ist Heimatliebe für Deutsche tatsächlich ein Verbrechen, etwas, dass jeder „Ausländer“ stolz zelebrieren darf, ganz gleich ob Türke, Italiener, Syrer, Amerikaner, Franzose oder Japaner? Ein Thema, über dass es sich vielleicht tiefer nachzudenken lohnt.

Anders gesagt: Kann man eine jahrtausendealte Geschichte und Tradition voller großartiger Dichter, Denker und Musiker auf wenige Jahre nationalsozialistischer Herrschaft, Krieg und Gräueltaten reduzieren?

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