Chinas Staatsmedien: KP-Mitglieder sollen drei Kinder zeugen

Von 14. Dezember 2021 Aktualisiert: 14. Dezember 2021 9:14

Ein Artikel in Chinas staatlich kontrollierten Medien schlägt im Internet hohe Wellen. „China Report“ veröffentlichte einen Leitartikel, in dem KP-Mitglieder aufgefordert werden, drei Kinder zu bekommen.

China bekommt die Folgen seiner jahrzehntelangen Ein-Kind-Politik zu spüren. Chinas Geburtenrate, die bis 2020 1,3 Kinder pro Frau betrug, liegt mittlerweile auf dem Niveau alternder Gesellschaften wie Japan und Italien.

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Der Artikel besagt Folgendes:

„Parteimitglieder dürfen keinesfalls aus subjektiven oder objektiven Gründen nicht heiraten oder keine Kinder bekommen. Sie dürfen auch nicht nur ein oder zwei Kinder haben.“

Und: „Die Umsetzung der Drei-Kind-Politik ist Verantwortung und Pflicht jedes Parteimitglieds, um das Bevölkerungswachstum des Landes voranzubringen.“

Weiter heißt es: „Zwar sind einige Parteimitglieder zu alt oder gesundheitlich nicht in der Lage, Kinder zu bekommen, sie können jedoch proaktiv ihre Familienmitglieder oder Bekannten erziehen, anleiten und dazu bringen, die Drei-Kind-Politik aktiv und bewusst umzusetzen.“

Der Artikel fordert die Parteimitglieder auf: „Achten Sie darauf, dass Ihre Familie oder Menschen in Ihrem Umfeld nicht unverheiratet oder kinderlos bleiben. Und stellen Sie sicher, dass es nicht nur bei ein oder zwei Kindern bleibt, aus welchen Gründen auch immer.“

Zahlreiche große chinesische Zeitungen und Agenturen einschließlich anderer staatlicher Medien übernahmen den Artikel, bevor er entfernt wurde. Der Artikel verbreitete sich auf der Social-Media-Plattform Weibo.

Ein Internetnutzer kommentierte:

„Das hat mein Wertesystem erschüttert. Wenn man also nicht heiratet oder drei Kinder hat, wird man von der Geschichte verdammt?“

Ein anderer beklagte sich über den starken Druck, dem die einfachen Chinesen bereits ausgesetzt sind:

„In einer Familie sollen Mann und Frau drei Kinder großziehen und sich um ihre Eltern kümmern, das sind vier ältere Menschen. Sie gehen um acht Uhr früh zur Arbeit, verlassen um neun Uhr abends das Büro. Das kostet viel Energie, und dann ist da noch eine Hypothek von einer Million Yuan abzuzahlen. Ich sollte besser Single bleiben!“    

Ein anderer schrieb: „Ich habe erst im Oktober meinen Antrag auf Parteieintritt gestellt, jetzt zögere ich (nachdem ich das gelesen habe).“

Und ein Netizen kommentierte: „Ich war nie mit der zentral geplanten Familienpolitik einverstanden. Kinder zu bekommen ist ein Menschenrecht. Keine Partei oder Organisation hat das Recht, in dieser Frage mit Rechtsmitteln einzugreifen!“



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