Pakistan rüstet auf – China liefert: Chinesischer Pannen-Kampfjet in Mastung abgestürzt

Epoch Times1. Februar 2019 Aktualisiert: 1. Februar 2019 11:51
In Westpakistan ist unlängst ein aus chinesischer Produktion stammender Kampfjet abgestürzt. Pakistan kauft seine Rüstungsgüter zunehmend in China.

Ein aus China an die pakistanische Luftwaffe gelieferter Kampfjet ist kürzlich in der Stadt Mastung in Westpakistan abgestürzt. Das machte auf den Umstand aufmerksam, dass Pakistan seine militärische Ausrüstung zunehmend in China kauft.

Der Absturz der chinesischen F-7PG-Maschine ereignete sich während eines routinemäßigen Trainingsflugs am 23. Januar, berichtete die pakistanische Tageszeitung The Daily Times. Bei dem Absturz kam der Pilot ums Leben.

Der stellvertretender Polizei-Kommissar Mumtaz Khetran von der Stadt Mastung sagte The Daily Times, dass ein Fallschirm an der Unfallstelle gefunden worden sei.

F-7PG als Pannen-Jet bekannt

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Modell dieses Kampfflugzeugs Pannen aufweist. In den letzten 17 Jahren sind mindestens 13 F-7PG abgestürzt oder hatten unerwartete Probleme die zu Unfällen führten, schreibt Fighter Jets World, eine militärische Nachrichten-Website.

Die PAF erklärte in einem Statement: es sei bereits ein Untersuchungsausschuss angewiesen worden, den Vorfall zu untersuchen. Pakistan ist der größte Importeur von F-7PG-Jets aus China.

Der Hersteller der F-7PG ist Chengdu Aircraft Industry Corp., eine Tochtergesellschaft des staatlichen chinesischen Luft- und Raumfahrtunternehmens AVIC. Das Unternehmen produziert eine große Anzahl von J-7-Kampfjets, die nach dem Vorbild der MiG-21 – der ehemaligen Sowjetunion – gebaut werden. Das Modell J-7 wurde in den 1960er Jahren offiziell in Betrieb genommen.

Es gibt mehrere ähnliche Modelle der J-7-Kampfmaschine, darunter die F-7PG – auch sie wird oft nach Pakistan exportiert. Die F-7PG ist seit 2002 in Pakistan im Einsatz, schreibt Dawn, eine englischsprachige pakistanische Zeitung.

Im Juni 2018 stürzte eine F-7PG bei der Landung auf der pakistanischen Air Base Peshawar ab und tötete zwei Piloten“, heißt es in dem Dawn-Bericht.

Laut The Daily Times hat die pakistanische Luftwaffe mehr als 50 F-7PG-Kampfjets.

Pakistan investiert Milliarden in chinesisches Rüstungsgüter

Pakistan bezieht seine militärische Ausrüstung zunehmend aus China. Ein Forschungsbericht der Beratungsfirma Avascent vom Juli 2018 ergab, dass Pakistan Verträge – über Kampfflugzeuge, U-Boote und Kriegsschiffe aus China – im Wert von Milliarden US-Dollar unterzeichnet hat.

Unterdessen sind die Rüstungskäufe aus den Vereinigten Staaten zurückgegangen. Nach Angaben des Stockholm International Peace Research Institute sind die US-Waffenexporte nach Pakistan von 1 Milliarde US-Dollar im Jahr 2010 auf 21 Millionen US-Dollar im Jahr 2017 gesunken.

Einer der jüngsten Militärverträge mit China, so die chinesische staatliche Tageszeitung China Daily, ist der Kauf von vier „modernsten“ Marinekriegsschiffen der Klasse 054A/Jiangkai II. Diese Kriegsschiffe werden derzeit von der Shanghaier Hudong-Zhonghua Shipbuilding Corp. gebaut und bis 2021 ausgeliefert.

Die Zerstörer, die jeweils etwa 348 Millionen US-Dollar kosten, sind mit fortschrittlichen Radaren und Raketen ausgestattet und in der Lage, Operationen gegen Schiffe, U-Boote und Flugabwehr durchzuführen, so der Bericht. (yz/so)

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