Warmlaufen für die Oscar-Nacht – Roter Teppich liegt bereit

Nonstop-Programm beim Oscar-Countdown mit Empfängen und Partys: Auch die deutschen Oscar-Nominierten feiern mit. Für die 96. Academy Awards liegt der rote Teppich bereit.
Sandra Hüller ist mit ihrer Hauptrolle in dem französischen Justizdrama «Anatomie eines Falls» als beste Hauptdarstellerin im Rennen.
Sandra Hüller ist mit ihrer Hauptrolle in dem französischen Justizdrama „Anatomie eines Falls“ als beste Hauptdarstellerin im Rennen.Foto: Jordan Strauss/Invision via AP/dpa
Epoch Times10. März 2024

Gefeiert wird schon vor der Oscar-Nacht – im sonnigen Garten der Villa Aurora mit Blick auf den Pazifik. Beim traditionellen Empfang für die deutschen Oscar-Anwärter in dem historischen Gebäude, wo einst der Schriftsteller Lion Feuchtwanger wohnte, sind Sandra Hüller, Wim Wenders und Ilker Çatak von Fotografen und Kamerateams umlagert.

Sie sei sehr froh, hier zu sein, sagte Hüller auf Englisch vor Hunderten Gästen. Und sie freue sich sehr darauf, wo sie morgen sein werde. „Vielleicht gehe ich hin“, witzelte die 45-Jährige. Natürlich wird sie bei den 96. Academy Awards nicht fehlen.

Die in Leipzig lebende Schauspielerin ist mit ihrer Hauptrolle in dem französischen Justizdrama „Anatomie eines Falls“ als beste Hauptdarstellerin im Rennen. Dazu kommt eine Nebenrolle in „The Zone of Interest“ als Ehefrau des KZ-Kommandanten Rudolf Höß (Christian Friedel). Beide Filme sind für jeweils fünf Oscars nominiert.

Man merkt es Hüller an – sie steht nicht gern im Rampenlicht. Zur Verstärkung holt sie schnell ihren Schauspiel-Kollegen Christian Friedel auf die Bühne. Für ihn gibt es ein „Happy Birthday“-Ständchen. Der Schauspieler aus Magdeburg feierte seinen 45. Geburtstag.

Hüller hat „wahnsinnig krassen“ Eindruck hinterlassen

„The Zone of Interest“ unter der Regie des Briten Jonathan Glazer dreht sich um den Alltag der Höß-Familie, die direkt neben dem KZ Auschwitz lebt. In den USA wollten viele über den Film sprechen, zudem werde er auch oft nach seiner Filmpartnerin Hüller gefragt, sagte Friedel im dpa-Interview.

Sie habe hier einen „wahnsinnig krassen“ Eindruck hinterlassen. „Sandra hat sich das mit ihrer Bodenständigkeit, mit ihrer Klugheit, mit ihrer wahnsinnigen Wandelbarkeit, mit ihrem unglaublichen Talent so hart erarbeitet. Und dass sie jetzt so wahrgenommen wird, finde ich einfach nur toll.“

Der Berliner Regisseur Ilker Çatak (40) steht in der Villa Aurora mit seinem großen Team auf der Bühne. Sein Schuldrama „Das Lehrerzimmer“ ist in der Sparte „Internationaler Film“ im Rennen. Leonie Benesch (32) spielt eine engagierte Lehrerin, die eine Diebstahlserie aufklären will und dabei von allen Seiten unter Druck gerät.

Er sei kurz vor der Oscar-Gala immer noch gelassen, aber die Müdigkeit habe zugenommen, sagt Çatak mit einem Augenzwinkern. Bis zuletzt ziehen die Nominierten von einem Event zum nächsten.

Auch der 78-jährige Wim Wenders ist bei dem Oscar-Endspurt dabei. Die deutsche Regie-Legende war bereits dreimal für einen Dokumentarfilm-Oscar nominiert, aber immer leer ausgegangen.

Nun tritt er mit seinem poetischen Film „Perfect Days“ über einen Toilettenreiniger in Tokio für Japan in der Sparte „Internationaler Film“ an – wie Çatak. Beide betonten, wie sehr sie den Film des anderen schätzen. Beide glauben auch, dass keiner von ihnen den Auslands-Oscar gewinnen wird. In dieser Sparte tippt die Filmbranche auf „The Zone of Interest“. (dpa/red)



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