SPD-Chef Ralf Stegner gibt Landesvorsitz ab

Der schleswig-holsteinische SPD-Chef Ralf Stegner will sein Amt einem Medienbericht zufolge abgeben.
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Stegner gibt Landesvorsitz ab.Foto: Markus Scholz/dpa
Epoch Times3. September 2018

Schleswig-Holsteins SPD-Chef Ralf Stegner tritt 2019 nicht noch einmal für das Spitzenamt an. Das gab der 58-Jährige am Montag in Kiel bekannt. Zugleich kündigte er an, er unterstütze die bislang einzige Kandidatin für seine Nachfolge, die stellvertretende Landtags-Fraktionschefin Serpil Midyatli. Den Posten des Fraktionsvorsitzen im Landtag will Stegner behalten. Er sehe sich selbst keineswegs im politischen Ruhestand. „Aufgeben und Rückzug ist nicht“, sagte er.

Stegner war zuletzt in die Kritik geraten, weil die SPD bei der Kommunalwahl im Frühjahr bereits die dritte Niederlage nach der Landtagswahl im Mai 2017 und der Bundestagswahl im Herbst vergangenen Jahres in Folge einstecken musste. Die Sozialdemokraten rutschten im Mai landesweit um 6,5 Punkte auf 23,3 Prozent ab und landeten weit hinter der CDU (35,1).

Stegner ist seit März 2007 Landeschef der Nord-SPD. Außerdem ist er stellvertretender Bundesvorsitzender und seit 2008 Fraktionschef im Landtag in Kiel. Zuvor war Stegner von 2003 bis 2005 Finanzminister und anschließend bis 2008 Innenminister des nördlichsten Bundeslandes.

Ursprünglich wollte sich Stegner erst Ende Oktober über seine politische Zukunft im Landesverband äußern. Nach der Kandidatur Midyatlis Ende August hatte die Debatte in der SPD um die Parteispitze aber Fahrt aufgenommen. Stegner hält Midyatli nach eigenen Worten für eine starke Kandidatin, die gute Arbeit in Fraktion und im Landesvorstand geleistet habe. In seinem morgendlichen Musiktipp hatte Stegner bereits einen Hinweis getwittert. Er empfahl von der britischen Band The Clash den Song „Should I Stay or Should I Go?“ – sollte ich bleiben oder soll ich gehen? (dpa)



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