Schulunterricht nach dem Corona-Lockdown. Symbolbild.Foto: iStock

OECD-Studie: Deutschland investiert unterdurchschnittlich gering in Bildung

Epoch Times16. September 2021 Aktualisiert: 16. September 2021 13:39

Die Corona-Pandemie hat laut einem Bildungsbericht der OECD weltweit im Schnitt zu längeren Schulschließungen geführt als in Deutschland. Im Bereich der Sekundarstufe II waren die Schulen in Deutschland zwischen dem 1. Januar 2020 und dem 20. Mai 2021 durchschnittlich an 83 Tagen geschlossen, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Donnerstag mitteilte. Im OECD-Durchschnitt waren es 101 Tage.

Lediglich im Bereich der Vorschule öffneten die OECD-Länder im Schnitt schneller wieder die Einrichtungen. Zudem hielt Deutschland die Schulen deutlich häufiger teilgeöffnet als die Vergleichsländer. Im gleichen Zeitraum gab es an 103 Tagen Unterricht zum Teil in den Klassenräumen, der OECD-Durchschnitt lag bei 57 Tagen.

Die Auswirkungen der Pandemie und der Schulschließungen auf die Bildungsgerechtigkeit seien Grund zur Sorge, erklärte die OECD. 30 von 36 der untersuchten Länder und Partnerländer ergriffen besondere Maßnahmen, um die Bildung von Kindern zu unterstützen – darunter auch Deutschland. In der Folge stiegen weltweit die öffentlichen Gesamtausgaben für den Bildungsbereich.

Anstieg der Jugendarbeitslosenquote

Sorgen machte sich die OECD auch um Schulabgänger. 2020 betrug die Arbeitslosenquote der 25- bis 34-Jährigen mit einem Bildungsstand unterhalb der Sekundarstufe II in Deutschland 12,1 Prozent – ein Anstieg um 0,2 Prozentpunkte gegenüber 2019.

Diese Zunahme lag unter dem Durchschnitt des OECD-Raums, wo die Jugendarbeitslosenquote von 15,1 Prozent einen Anstieg um 1,9 Prozentpunkte gegenüber 2019 bedeutete. In ihrem Bericht verglich die OECD Bildungsbeteiligung und -erfolge ihrer Mitgliedsländer sowie von acht Partnerländern. Ein Fokus lag dabei auf der Entwicklung während der Corona-Pandemie.

In allen Bildungsbereichen weniger investiert

Ein weiteres Thema des Berichts waren die Investitionen in Bildung. Demnach gab Deutschland 2018 für Schulen pro Schüler 12.247 Dollar aus und lag damit deutlich über dem OECD-Durchschnitt von zehntausend Dollar.

Den größten Teil der Ausgaben machte der Unterricht aus. Zwischen 2012 und 2018 stiegen die Ausgaben für jeden Bildungsteilnehmer von Vorschule bis Universität in Deutschland jährlich um 1,2 Prozent, während die Zahl der Kindergartenkinder, Schüler und Studenten stabil blieb.

Der Anteil des in Bildung investierten Bruttoinlandsprodukts war in Deutschland hingegen niedriger als im OECD-Durchschnitt. 2018 gab Deutschland 4,3 Prozent aus – 0,6 Prozentpunkte weniger als die anderen OECD-Länder im Schnitt. Dabei investierte Deutschland in allen Bildungsbereichen weniger als andere Staaten.

Viele Lehrer bald im Ruhestand

Weltweit gingen Lehrer in den kommenden Jahren zunehmend in den Ruhestand, erklärte die OECD. Zugleich werde in einigen Ländern eine wachsende Zahl von Schülern erwartet. 2019 war in Deutschland mehr als ein Drittel der Lehrkräfte im Primarbereich über 50 Jahre alt.

In der Sekundarstufe I lag der Anteil bei 43 Prozent. Die Durchschnittsgehälter waren in jedem Bildungsbereich mehr als 1,7 Mal so hoch wie der OECD-Durchschnitt.

Sowohl in der Altersgruppe unter drei Jahren als auch im vorschulischen Bereich nehmen in Deutschland mehr Kinder an frühkindlicher Bildung und Erziehung teil als im OECD-Durchschnitt.

2019 lag die Quote bei den unter Dreijährigen bei 39 Prozent – im OECD-Schnitt bei 25 Prozent – und in der Altersgruppe von drei bis fünf Jahren bei 94 Prozent – im OECD-Schnitt bei 83 Prozent.

Der Anteil derer mit Universitätsabschluss schwankte im Bundesländervergleich stark. Die Bandbreite reichte von 23 Prozent in Sachsen-Anhalt bis zu 43 Prozent in Berlin. Die Bildungsgebühren in Deutschland zählen zu den niedrigsten im OECD-Vergleich. (afp/dl)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Moderne Pädagogik konzentriert sich nicht auf die Vermittlung der moralischen Standards, der Kultur und des Wissens der Menschheit, wie allgemein vermutet. Ihr Ziel ist die „Erziehung und Bildung als Therapie“: Gefühle und Einstellungen der Schüler sollen bestimmten politischen Vorgaben entsprechen.

Der Ökonom Thomas Sowell analysierte, dass heutiger Unterricht zur Vermittlung der Werte die gleichen Maßnahmen verwendet, die in totalitären Ländern zur Gehirnwäsche von Menschen im Einsatz sind. Dazu zählt, emotionalen Stress hervorzurufen, "um sowohl den intellektuellen als auch den emotionalen Widerstand zu brechen".

Ein anderes Mittel ist die Isolation der Kinder (ob physisch oder emotional) von vertrauten Quellen emotionaler Unterstützung. Sie stehen stetig im Kreuzverhör und müssen ihre Werte darlegen - oft unter Manipulation des Gruppenzwangs.

Normale Abwehrmaßnahmen wie "Reserviertheit, Würde, ein Gefühl der Privatsphäre oder die Möglichkeit, die Teilnahme abzulehnen" werden unterbunden. Die erwünschten Einstellungen, Werte und Überzeugungen hingegen massiv belohnt.

Das Kapitel 12 des Buches "Wie der Teufel die Welt beherrscht" untersucht die Sabotage an der Bildung. Es heißt: "Das Bildungswesen sabotieren: Wie Studenten zu dummen Radikalen umerzogen werden". Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion