Querdenken-Initiator ruft zu längerer Versammlungs-Pause auf

Epoch Times25. Dezember 2020 Aktualisiert: 26. Dezember 2020 13:36

Der Initiator der Querdenken-Bewegung, Michael Ballweg, hat dazu aufgerufen, über den Jahreswechsel verhängte Versammlungsverbote in Berlin zu respektieren. In einer am Donnerstag im Internet verbreiteten Videobotschaft rief Ballweg Gegner der Corona-Maßnahmen dazu auf, nicht am 30. Dezember, 31. Dezember und 1. Januar zu Demonstrationen in die Hauptstadt zu fahren. Den Winter solle die Querdenken-Bewegung dafür nutzen, „Kräfte für den Frühling zu sammeln“.

Ballweg kündigte auch an, dass er „bis auf Weiteres“ keine Großdemonstrationen mehr anmelden wolle. „Ich empfehle allen Querdenken-Gruppen in allen Orten Deutschlands, es mir gleich zu tun“, fügte er hinzu. Allerdings würde es ihn freuen, wenn weiterhin „kleine Versammlungen in ganz Deutschland“ unter Beachtung der Corona-Auflagen abgehalten würden. Auch rief Ballweg dazu auf, dass sich eine andere Organisation finden solle, die eine Großdemonstration „in naher Zukunft“ anmelde.

Demonstrationen mit der Begründung, dass Auflagen nicht eingehalten würden aufgelöst

Bei vergangenen Querdenken-Demonstrationen hatten sich Teilnehmer teilweise nicht an die – in ihren Augen unverhältnismäßigen und nicht begründbaren – Corona-Auflagen gehalten, wie das Tragen einer Alltagsmaske im Freien bei Abstand oder es wurde nicht der vorgegebene Abstand eingehalten. Demonstrationen der Bewegung wurden wiederholt von der Polizei mit der Begründung, dass diese Auflagen nicht eingehalten würden, aufgelöst.

Allerdings, so zeigen es die Aufzeichnungen, hat die Polizei aufgrund örtlicher Entscheidungen (keine zusätzlichen Versammlungsflächen freizugeben oder Absperrungen um die Versammlung herum zu errichten, die trotz beengten Verhältnissen, aufgrund der wachsenden Teilnehmerzahl, nicht geöffnet wurden) die Versammlungslage selbst zugespitzt zumindest sich zuspitzen lassen. Nach den dann aufgetretenen Verdichtungen wurde, mit Hinweis auf die nicht eingehaltenen Auflagen, die Versammlung aufgelöst.

Regional große Unterschiede im Umgang mit Querdenken-Demos

Regional gab es dabei große Unterschiede, wie die Polizei mit den Querdenken-(Groß-)Versammlungen umging und wie sich daraufhin auch das Versammlungsgeschehen entwickelte. Insbesondere bei den Querdenken-(Groß-)Versammlungen in Berlin, die die Berliner Polizei unter Innensenator Andreas Geisel (SPD) begleitete, wurden durch die Polizei massive restriktive Maßnahmen eingesetzt, die ersichtlich von einer überschaubaren zu einer unkontrollierten Versammlungslage führten.

Mit der Begründung sie aufgrund des Gesundheitsschutzes durchzuführen, führten diese Maßnahmen, aus Sicht der Infektionsschutzmaßnahmen der Stadt, zu einer unkontrollierten Lage mit erhöhtem Risiko.

(afp/er)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

In kommunistischen Ländern herrscht eine strenge Kontrolle von Sprache und Gedanken. Ab den 1980er Jahren tauchte auch im Westen eine neuartige Form der Sprach- und Gedankenkontrolle auf, die „politische Korrektheit“. Ausdrücke wie „politische Korrektheit“, „Fortschritt“ und „Solidarität“ sind Begriffe, die kommunistische Parteien seit Langem verwenden. Oberflächlich betrachtet sollen sie diskriminierende Sprache gegenüber Minderheiten, Frauen, Behinderten und anderen Menschen vermeiden.

Doch gleichzeitig werden Einzelpersonen gemäß ihrem Opferstatus Gruppen zugeteilt. Diejenigen, die vermeintlich am meisten unterdrückt werden, sollten nach dieser Logik den größten Respekt erhalten und am höflichsten behandelt werden. Unabhängig von individuellem Verhalten und Talent beurteilt man ausschließlich die Gruppenzugehörigkeit des Einzelnen, was zur sogenannten „Identitätspolitik“ führt.

Im Kapitel 5 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ wird ebenfalls untersucht, wie linke Gruppierungen die Meinungsfreiheit benutzen, um andere unter dem Deckmantel der politischen Korrektheit davon abzuhalten, ihre Meinung frei zu äußern. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

„Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive und analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion