Wie in der DDR mit politischen Gefangenen verfahren wurde: Stasimuseum Berlin

Von und 5. November 2019 Aktualisiert: 5. November 2019 15:06
Wer einen Eindruck davon gewinnen will, wie die Geheimpolizei des SED-Staates, auch bekannt als Stasi, gearbeitet hat, dem sei ein Besuch des Berliner Stasimuseums empfohlen.

In Haus I der ehemaligen Zentrale in Berlin-Lichtenberg kann man Interessantes über Struktur und Arbeitsweise der Stasi erfahren. Besonders beeindruckend empfinden viele Besucher die Banalität der Räumlichkeiten, zum Beispiel des Dienstraumes des zuständigen Ministers Mielke.

Die Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen ging aus dem zentralen Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit hervor, die dort von 1951 bis 1989 mehr als 11.000 Menschen einsperrte. Darunter waren Oppositionelle wie Bärbel Bohley oder Jürgen Fuchs.

Ein Gefangenentransporter lädt zum Nachdenken darüber ein, wie mit Gegnern des Regimes umgegangen worden ist, welches Menschenbild in dieser Behörde allgegenwärtig war. Feinde galt es aufzuspüren und zu hassen.

„Wer ist wer“- die Stasi wollte möglichst viel über möglichst viele Menschen wissen, denn das Misstrauen war Arbeitsprinzip. Nicht zuletzt gegenüber den eigenen Mitläufern. Wie mit politischen Gefangenen verfahren worden ist, kann man im Übrigen in der Gedenkstätte Hohenschönhausen, vormals eines der 17 Untersuchungsgefängnisse der Geheimpolizei, nachempfinden. Zwischen beiden Einrichtungen besteht dementsprechend eine enge Kooperation.

Wer das Stasi-Museum besucht, kann auch einige technische Exponate besichtigen, wie zum Beispiel eine ganz spezielle Trabbi-Tür (PKW Trabant) oder Abhöreinrichtungen („Wanzen“). Das Stasi-Museum enthält eine Ausstellung über geheimdienstliche und speziell geheimpolizeiliche Arbeit der DDR. Spionage spielt hier eine nur untergeordnete Rolle. Die geheimdienstliche Arbeit des MfS hatte mehrere Komponenten, nur eine davon war die Spionage.

Politische Einflussnahme („aktive Maßnahmen“ genannte Desinformationen), Beschaffung von Technik, die Embargobestimmungen unterliegt, und vor allem die polizeiliche Arbeit gegen die der SED ausgelieferten Menschen zeigen ein breites Spektrum.

Stasimuseum Berlin, Ruschestraße 103/1, 10365 Berlin-Lichtenberg

www.stasimuseum.de

Seit Januar 2015 ist im Haus 1 die Dauerausstellung „Staatssicherheit in der SED-Diktatur“ zu sehen, die der Verein gemeinsam mit der Stasi-Unterlagen-Behörde erarbeitet hat.

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Das sozialistische System in Osteuropa war voll und ganz ein Produkt der Sowjetunion. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf der Konferenz von Jalta die Aufteilung der Macht beschlossen, wodurch Osteuropa in die Hände der Sowjetunion gelangte.

Im östlichen Teil Deutschlands übernahm die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) die Macht mit dem erklärten Staatsziel, einen Sozialismus nach sowjetischem Vorbild aufzubauen. In den ersten Jahren nach 1945 herrschte die Macht der Gewehre, über Nacht wurden beliebig Menschen abgeholt und deportiert. Die SED sicherte ihre Parteidiktatur und Alleinherrschaft später durch die Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) im Jahr 1950 ab.

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