„Komplette Demütigung“: Britische Presse geht hart mit Premierministerin May ins Gericht

Epoch Times16. Januar 2019 Aktualisiert: 16. Januar 2019 11:39
Großbritanniens Zeitungen haben nach der Ablehnung des Brexit-Vertrags nicht mit Kritik an Premierministerin May gespart.

Großbritanniens Zeitungen haben am Tag nach der überwältigenden Ablehnung des Brexit-Vertrags nicht mit Kritik an Premierministerin Theresa May gespart. „Historische Niederlage“ und „komplette Demütigung“ gehörten am Mittwoch noch zu den harmloseren Überschriften auf den Titelseiten.

„Kein Abkommen, keine Hoffnung, keine Ahnung, keine Zuversicht“, titelte etwa die Zeitung „Daily Mirror“. Die „Daily Mail“ zeigte ein Foto Mays mit der Überschrift „Um ihr Leben kämpfend“. Mit dem einfachen Wortspiel „Dismay“ (Bestürzung) in Großbuchstaben auf der Titelseite drückte der „Daily Express“ die Gemütslage der Regierungschefin aus. Auch die Zeitung „The Scotsman“ brauchte nur ein Wort für ihre Überschrift: „Zerschmettert“.

Den Vogel schoss einmal mehr das auflagenstarke Boulevardblatt „The Sun“ ab: Unter der Zeile „Brextinct“, eine Wortschöpfung aus Brexit und „extinct“ (ausgestorben), war eine Collage mit dem Kopf der Premierministerin auf dem Körper eines vor mehr als 300 Jahren ausgestorbenen Dodo-Vogels zu sehen. „Mays Brexit ist so tot wie ein Dodo“, stand darunter.

Michael Deacon vom „Daily Telegraph“ schrieb, Mays Werben um Zustimmung im Parlament kurz vor der entscheidenden Brexit-Abstimmung habe die „Lebendigkeit eines schimmeligen Sportsocken“ gehabt. „Sie klang so überzeugend wie eine Mutter, die ihre Kinder anblafft, dass sie ihren Kohl essen oder hungrig ins Bett gehen sollen“, hieß es in dem Artikel.

Auch „Times“-Kolumnist Matthew Parris kritisierte die Regierung scharf: „Das Parlament muss die Kontrolle von einer Zombie-Premierministerin übernehmen, von einem Zombie-Kabinett und einer Zombie-Opposition.“

Der „Guardian“ forderte die Regierungschefin auf, „demütig“ auf ihre Gegner zuzugehen, um einen unkontrollierten Austritt Großbritanniens aus der EU zu verhindern. Das Land befinde sich in einer historischen Situation, die „Souveränität des Volkes mit der Souveränität des Parlaments“ in Einklang bringen zu müssen. (afp)

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