Sicherheitsrisiko 5G Mobilfunk? – Spionage, Gesundheitsschäden, politische und technische Probleme

Von 14. November 2018 Aktualisiert: 15. November 2018 6:30
Der 5G Standard soll den Mobilfunk in den nächsten Jahren noch schneller machen. Doch manche der Risiken, die damit verbunden sind, werden heute höher bewertet als entsprechende Vorbehalte bei früheren Verfahren.

Ab 2019 sollen die ersten Frequenzen für den neuen 5G Standard in Deutschland versteigert werden. Doch was von interessierten Kreisen als Lösung für die „Hochgeschwindigkeitsprobleme“ des Internets in Deutschland angepriesen wird, birgt auch Probleme und Gefahren, nicht nur für die Gesundheit.

Mit den neuen Frequenzen und Funkverfahren für den 5G Standard könnten noch nicht näher erforschte Risiken für Lebewesen verbunden sein, wie wir schon in einem früheren Artikel (siehe weiter unten: „Lesen Sie auch“) berichtet haben. Sowohl auf Vögel als auch auf die ja wesentlich größeren und stabileren Rinder scheinen sich die 5G Funkverfahren negativ auszuwirken. Doch endgültig geklärt ist das noch nicht. Sollten sich entsprechende Befürchtungen bestätigen, muss die zugrundeliegende Übertragungstechnik im Ganzen neu überdacht werden.

Technische Schwierigkeiten

Auf technischer Ebene lauern die nächsten Probleme. Durch die hohen Geschwindigkeiten der Datenübertragung sind auch entsprechende „Schaltzeiten“ in der unterliegenden Datenversorgung nötig, was nach einem Artikel auf searchnetworking.de auch bedingt, dass das Netz in kleinere Segmente als bisher üblich aufgespalten werden muss. Doch mit der Zahl der Übergabepunkte steigt nicht nur auf der technischen Seite die Gefahr von Datenverlust oder Fehlinterpretation, sondern jeder Übergabepunkt birgt auch die Gefahr, dass sich dort unerwünschte Lauscher in den Datenverkehr einklinken. Zu diesem Thema am Ende mehr.

Netzausbau – Politischer Wille entgegen der Wirtschaftlichkeit

Der nächste Punkt sind politische Begehrlichkeiten und ihre Wechselwirkungen mit wirtschaftlichen und technischen Aspekten.

Beginnt man mit den bekannten Forderungen der Politiker, dass das neue Netz auch noch die letzte Hütte in Deutschland erreichen soll, unter welchem Gesichtspunkt auch immer sie die Forderung aufstellen, ergeben sich daraus auch wirtschaftliche Folgen für die Netzbetreiber.

Aus rein wirtschaftlichen Erwägungen rentiert es sich einfach nicht, bestimmte Regionen lückenlos zu versorgen, da die Kosten-Nutzen Rechnung einfach nicht aufgeht, bzw. die entstehenden hohen Kosten auf den allgemeinen Preis aufgeschlagen werden müssten, was den Markterfolg beeinträchtigen würde. Da helfen dann auch keine Forderungen und Warnungen aus der Ecke des Verbraucherschutzes, denn wenn die Sendemasten an unrentablen Stellen subventioniert werden, bleiben die Kosten dann per Umweg über die Steuern, an allen Steuerzahlern hängen. Ob es wirklich sinnvoll ist, in weitgehend menschenleeren Gebieten mit Highspeed am obersten Limit im Internet surfen zu können?

Und die Gewerkschaft will auch mitreden

Doch aus der Ecke der Politik/Gesellschaftspolitik kommen nicht nur Forderungen nach flächendeckendem Ausbau, sondern auch gleich noch Forderungen, dass bestimmte Firmen sich nicht am Ausbau des Netzes beteiligen dürfen sollten. Es geht hierbei allerdings nicht darum, chinesische oder russische Firmen auszuschließen. Die Gewerkschaft Verdi fordert vielmehr, die Firmengruppe United Internet auszuschließen. Doch geht es hier nicht um Technik oder Spionagebefürchtungen. Verdi liegt mit dem deutschen Internetriesen, unter dessen Dach sich Firmen wie 1und1 mit seinen diversen Ablegern, Web.De, GMX oder Strato finden, über Kreuz, weil der Konzern laut Verdi eine angemessene Arbeitnehmervertretung in seinen Unternehmen behindert.

Schutz europäischen Know-Hows

Abseits davon gibt es immer mehr Richtlinien und Tendenzen, russische und in letzter Zeit verstärkt chinesische Firmen aus dem Kauf oder der Teilübernahme von deutschen oder anderen europäischen Firmen auszuschließen, um Know-How und Patente zu schützen. Auch soll durch diese Maßnahmen verhindert werden, dass ausländische Firmen Einblick in die Planungen bekommen.

Spionageabwehr in der Praxis

Australien hat schon begonnen chinesische Firmen gänzlich vom 5G Ausbau auszuschließen. Auch in Deutschland und vielen anderen Ländern werden jetzt auch aus Ministerien und Nachrichtendiensten Stimmen laut, die nicht nur fordern chinesische Firmen nicht am Aufbau zu beteiligen, wie in einem von der amerikanischen Epoch Times veröffentlichten Artikel zu lesen war. Vielmehr sollte auch gründlich darüber nachgedacht werden, ob Firmen wie Huawei überhaupt als Zulieferer für den 5G-Aufbau in Frage kommen. Grundlage dieser Überlegungen dürften jüngste Erkenntnisse über in diversen Geräten eingeschleuste Spionage- und Steuerungschips des chinesischen Geheimdienstes sein.

Nachdenklich stimmt viele Offizielle auch die Fassung des chinesischen Geheimdienstgesetzes von 2017, in dem „alle Bürger und Organisationen im Rahmen des Gesetzes verpflichtet sind, die Geheimdienste in ihrer Arbeit zu unterstützen“. Das eröffnet der chinesischen Regierung Tür und Tor im Rahmen „ihrer Gesetze“, Huawei oder andere Firmen dazu zu verpflichten, Hintertüren oder Spionagechips in die von ihnen ausgelieferten 5g Geräte einzubauen.

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