Foto: iStock

EU will neues Iran-Abkommen – Milliardenhilfen nach dem Vorbild der Türkei im Gespräch

Epoch Times20. Mai 2018 Aktualisiert: 20. Mai 2018 6:58
Denkbar wären künftig im Zuge eines neuen Abkommens mit dem Iran auch Milliarden-Finanzhilfen für den islamischen Staat nach dem Vorbild der Türkei, heißt es aus der EU.

Nach dem Ausstieg der USA wollen Spitzenbeamte aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Russland und China Ende dieser Woche in Wien über das weitere Vorgehen beim Atomabkommen mit dem Iran beraten.

Die Gespräche der so genannten politischem Direktoren würden unter Führung der Generalsekretärin des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD), Helga Schmid, geführt, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf hohe informierte EU-Diplomatenkreise. Die USA werden laut Bericht an den Beratungen nicht teilnehmen.

In Diplomatenkreisen der EU hieß es, die von Brüssel geplanten Maßnahmen zur Abwehr von US-Sanktionen (sog. Blockadestatut) hätten „bestenfalls nur sehr begrenzte positive Auswirkungen für die Wirtschaft des Iran“.

Im Gespräch ist darum auch ein neues Abkommen abzuschließen, das die gleichen Inhalte hätte wie die „Wiener Nuklearvereinbarung“ (JCPOA) von 2015, aber auch Regelungen zum ballistischen Raketenprogramm Teherans und Rolle des Iran in der Region enthielte.

„Wir müssen von dem Namen „Wiener Nuklearvereinbarung“ wegkommen und ein paar zusätzliche Elemente einbauen – nur dann wird Präsident Trump zustimmen und die Sanktionen wieder aufheben“, sagte ein EU-Spitzendiplomat.

Denkbar wären künftig im Zuge eines neuen Abkommens auch Milliarden-Finanzhilfen für den Iran nach dem Vorbild der Türkei. Hintergrund: Die Türkei erhält im Gegenzug für die Versorgung von rund vier Millionen Flüchtlingen und für verschärfte Grenzkontrollen insgesamt sechs Milliarden Euro von der EU. (dts)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion