Starkes Erdbeben nahe Bali – Mindestens 37 Tote – Tsunami-Warnung wurde aufgehoben

In Indonesien ereignete sich ein starkes Erdbeben, das mit einer Stärke von 7.0 angegeben wurde. Es erfolgten zwei starke Nachbeben, die anfangs ausgegebene Tsunami-Warnung wurde aufgehoben. CNN bietet einen LIVESTREAM an.
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IndonesienFoto: über dts Nachrichtenagentur
Epoch Times5. August 2018

Ein schweres Beben der Stärke sieben hat am Sonntag die indonesische Ferieninsel Lombok erschüttert. Es habe sich in einer Tiefe von zehn Kilometern ereignet, teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit. Ersten Berichten zufolge wurden zahlreiche Gebäude zerstört, Menschen rannten in Panik auf die Straße.

Es sind mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen und dutzende weitere verletzt worden. Unter den Toten sei auch ein einjähriges Kind, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. Erst vor einer Woche waren bei einem Erdbeben der Stärke 6,4 auf der Ferieninsel 17 Menschen getötet worden.

In Bali’s Hauptstadt Denpasar am 5. August 2018. Foto: SONNY TUMBELAKA/AFP/Getty Images

„Alle rannten sofort aus ihren Häusern, jeder war in Panik“

Das Epizentrum des Erdstoßes lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte 18 Kilometer nordwestlich von Lombok im Meer – und damit weit entfernt von den Touristenzentren im Süden und Westen der Insel. Demnach folgten auf den schweren Erdstoß zwei Nachbeben, eines davon mit einer Stärke von 5,4.

In Mataram sorgte das Erdbeben für Schrecken. „Alle rannten sofort aus ihren Häusern, jeder war in Panik“, sagte ein Einwohner der Nachrichtenagentur AFP. Eine 47-jährige Frau berichtete, dass infolge des Bebens der Strom ausgefallen sei. Patienten seien aus dem größten Krankenhaus der Stadt in Sicherheit gebracht worden.

Der Erdstoß war auch in rund 100 Kilometer Entfernung auf der Urlaubsinsel Bali zu spüren gewesen. Einwohner und Touristen rannten schreiend auf die Straße.

Ein durch das Erdbeben zerstörter Tempel in Badung in Bali. Foto: GUNG AJI NGURAH/AFP/Getty Images

LIVESTREAM von CNN

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Die indonesischen Behörden gaben eine Tsunami-Warnung aus, hoben diese aber nach kurzer Zeit wieder auf. Die Behörden hatten die Menschen aufgefordert, sich vom Meer zu entfernen.

„Bitte gehen Sie zu einem höher gelegenen Ort“, sagte Dwikorita Karnawati, Leiterin der indonesischen Wetter- und Geophysikbehörde, einem lokalen Fernsehsender. Die Menschen sollten dabei „ruhig bleiben und nicht in Panik verfallen“.

Meerwasser überflutete zwei Dörfer mit einer Höhe von zehn und 13 Zentimeter, wie Karnawati bekannt gab. Ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde ging davon aus, dass zahlreiche Gebäude in Lomboks Hauptort Mataram beschädigt worden seien. Die meisten Häuser seien mit nicht besonders widerstandsfähigem Material gebaut worden.

Patienten des Hospital warten auf der Straße auf der Insel Lombok in der Stadt Mataram, 5. August 2018. Foto: RITA SISWATI/AFP/Getty Images

Erst vor einer Woche hatte sich 50 Kilometer nordöstlich von Mataram ein Beben ereignet. Nach dem ersten Erdstoß gab es zwei weitere starke Beben sowie mehr als hundert Nachbeben. Hunderte Gebäude und ein Krankenhaus wurden damals im Erdbebengebiet zerstört.

Mehr als 500 Wanderer mussten von einem aktiven Vulkan gerettet werden, wo sie nach dem Erdbeben zunächst festgesessen hatten. Unter den betroffenen Touristen waren auch Deutsche. (afp)



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