Showdown zwischen München und Berlin: Ein Vergleich

Vor dem Auftakt der DEL-Finalserie zeigen sich Titelverteidiger München wie auch Herausforderer Berlin bereit. Im Duell um die deutsche Eishockey-Krone könnten mehrere Faktoren entscheiden.
Titelbild
Im DEL-Finale kämpfen Meister Red Bull EHC München und die Eisbären Berlin um den Pokal.Foto:  Matthias Balk/dpa
Epoch Times13. April 2018

Vier Jahre Durststrecke und zwei Titel des Liga-Rivalen aus Bayern reichen den Eisbären Berlin. Der einstige Seriensieger der Deutsche Eishockey Liga (DEL) will in der am 13. April beginnenden Finalserie um die Meisterschaft wieder zur Nummer eins werden.

Favorit ist jedoch der EHC Red Bull München, die Hauptstädter glauben aber an ihre Chance. Beide Teams versprachen rechtzeitig zum Höhepunkt der Saison Eishockey der Extraklasse.

Drei mögliche Erfolgsfaktoren der Best-of-Seven-Serie:

ERFAHRUNG

Vier Eisbären haben schon bewiesen, dass sie Meister werden können – und wie! Kapitän André Rankel, Olympia-Silbermedaillengewinner Frank Hördler, dessen Abwehrkollege Jens Baxmann und der aktuell verletzte Florian Busch waren bei allen sieben DEL-Titeln seit 2005 dabei. „Wir waren eine Mannschaft, die wusste, wie man gewinnt“, sagte Rankel.

Auch in München sind Routiniers ein zentraler Erfolgsfaktor: Michael Wolf blüht als 37-Jähriger mit bislang sieben Playoff-Toren noch einmal auf und womöglich beendet er im Sommer seine Profi-Laufbahn. Ebenfalls im Angriff des EHC: Der Däne Mads Christensen, mit Berlin und München insgesamt fünfmal Champion in der DEL und Frank Mauer, der als zweiter Profi überhaupt viermal in Serie Meister werden kann.

OLYMPIA-STARS

Mit sieben Spielern stellte München das Gros des Sensationskaders, der in Pyeongchang Silber für Deutschland holte. Der Trip nach Südkorea hat die Profis aber nicht erschöpft, sondern eher noch motiviert. „So etwas beflügelt einfach. Das macht so viel aus“, sagte Mauer zuletzt. Neben dem Stürmer überragen vor allem Youngster und NHL-Kandidat Dominik Kahun sowie Abwehrspieler Yannic Seidenberg.

Die Berliner hatten drei Akteure zu Olympia geschickt, und diese jubelten danach auch in den Playoffs. Altmeister Hördler sammelte als Verteidiger in der K.o.-Phase schon sieben Punkte, Stürmer Marcel Noebels brachte es auf sechs Playoff-Tore und sieben Vorlagen.

TRAINER

Die Akteure mit den beeindruckendsten Trophäenschränken laufen nicht über das Eis, sondern stehen im Anzug hinter der Bande: Sowohl Berlins Trainer Uwe Krupp als auch Münchens Don Jackson sind in Nordamerikas Eliteliga NHL je zweimal Meister geworden, Krupp gelang 1996 sogar das entscheidende Tor im Stanley-Cup-Finale.

Beide Coaches spielten ihre Rollen vor dem Showdown herunter. Krupp meinte: „Der Einfluss des Trainers wird immer überbewertet – egal, ob die Mannschaft gut spielt oder schlecht spielt. Im Endeffekt stehst du hinter der Bande, stellst die Mannschaft zusammen, kümmerst dich um eine gute Atmosphäre, überlegst dir eine Taktik und einen Plan. Aber es sind die Spieler, die den Plan ausführen müssen.“ (dpa)



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