Wirtschaftsweise stimmt Bürger auf härtere Zeiten ein

Mülleimer Armut
Armut in Deutschland.Foto: iStock
Epoch Times12. April 2022

An dieser Stelle wird ein Podcast von Podcaster angezeigt. Bitte akzeptieren Sie mit einem Klick auf den folgenden Button die Marketing-Cookies, um den Podcast anzuhören.

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat Bürger und Unternehmen bis zum Ende des Jahrzehnts auf härtere Zeiten und schwierige wirtschaftliche Jahre eingestimmt. „Der Angriff Russlands auf die Ukraine ist eine Zäsur. Sie manifestiert endgültig den Übergang von der weitgehend regelbasierten zu einer stärker machtbasierten Weltordnung“, sagte Grimm der „Rheinischen Post“ (Dienstag).

„Wir müssen unabhängiger werden, insbesondere bei der Energieversorgung, beim Bezug von kritischen Rohstoffen und auch in unseren Handelsbeziehungen. Das geht mit höheren Kosten einher“, sagte das Mitglied im Wirtschafts-Sachverständigenrat der Bundesregierung.

Strukturell höhere Gaspreise würden künftig die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen beeinträchtigen. „Das erzwingt einen schnelleren Strukturwandel, eine große Herausforderung für die Politik in den kommenden Jahren“, sagte Grimm. Auch für Verteidigung müsse Deutschland künftig mehr ausgeben. „Das geht mit deutlich höheren öffentlichen Investitionen einher.“

Im Gegenzug müssten wichtige Reformen angegangen werden, etwa bei der Rentenversicherung. „Das Jahrzehnt wird anstrengend. Das Zeitalter der Friedensdividenden ist vorbei. Es wird darauf ankommen, die Transformation sozial gerecht zu gestalten, um Verwerfungen zu vermeiden“, sagte die Erlanger Ökonomin. (dts/red)



Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion