So groß wie ein Shetlandpony: Forscher entdecken neue T.rex-Art

Epoch Times27. Mai 2019 Aktualisiert: 27. Mai 2019 20:02
Mit 20 bis 40 Kilogramm ist "Suskityrannus hazelae" ein Winzling gegenüber seinem großen Bruder, T. rex. In Sachen Gefährlichkeit steht dem Monster der Kreidezeit sein Mini-Me jedoch in keiner Weise nach.

Die neu entdeckte Tyrannosaurus-Art – „Suskityrannus hazelae“ – hatte eine Hüfthöhe von grob 90 Zentimeter. Zudem hatte er eine Länge von etwa 2,80 Meter und war somit nur geringfügig länger als der Schädel eines ausgewachsenen Tyrannosaurus rex, so Sterling Nesbitt, vom Virginia Tech College of Science.

Nesbitt entdeckte ein Fossil der neuen Art als Schüler in einem Alter von 16 Jahren, als er 1998 an einer Grabungsexpedition in New Mexico teilnahm.

Eine Mini-Ausgabe des T. rex

Schätzungen zufolge wog der Miniatur-T. rex zwischen 20 und 40 Kilogramm. Im Gegensatz dazu beträgt das durchschnittliche Gewicht eines ausgewachsenen Tyrannosaurus rex etwa neun Tonnen. Bislang ist unklar, von was sich Suskityrannus hazelae ernährte – doch die Paläontologen vermuten, dass es dieselbe Nahrung war, wie bei seinem großen Verwandten.

Eine Analyse des Knochenwachstums ergab zudem, dass der Dinosaurier mindestens 3 Jahre alt als er starb. Er lebte vor 92 Millionen Jahren, einer Zeit, in der einige der größten jemals gefundenen Dinosaurier lebten.

„Suskityrannus gibt uns einen Einblick in die Evolution der Tyrannosaurier, kurz bevor sie die Herrschaft auf dem Planeten übernehmen“, sagte Nesbitt in einer Pressemitteilung. Der Mini-Killer lebte zeitgleich mit berühmten Dinosauriern wie dem Triceratops, dem Tyrannosaurus rex und dem Ankylosaurus lebte.

Schlanker Schädel, kleine Krallen

Die Ergebnisse wurden im Online-Fachmagazin Nature Ecology & Evolution veröffentlicht. Dort beschreibt Nesbitt den neuen Fund. „Suskityrannus hat einen viel schlankeren Schädel und Fuß als sein späterer und größerer Cousin. Der Fund verbindet auch die älteren und kleineren Tyrannosaurinae aus Nordamerika und China mit den viel größeren Tyrannosauriern, die bis zum endgültigen Aussterben der nicht-vogelartigen Dinosaurier lebten.“

Zudem sind sich Nesbitt und sein Team nicht ganz sicher, wie kurz die Arme von Suskityrannus hazelae waren, da bislang keine Armfossilien gefunden wurden. Die Wissenschaftler entdeckten lediglich ein paar wenige und ziemlich kleine Handkrallen. Weiterhin ist bislang auch nicht bekannt, ob Suskityrannus zwei oder drei Finger hatte.

Nur zwei Exemplare seiner Art

Bislang entdeckten die Paläontologen lediglich zwei unvollständige Exemplare von Suskityrannus. Der erste beinhaltete einen Teil des Schädels und wurde 1997 unter anderem von Robert Denton, Geologe bei Terracon Consultants, während einer Expedition im Zuni-Becken im westlichen New Mexico entdeckt.

Das zweite, vollständiger erhaltene Exemplar wurde 1998 von Nesbitt gefunden. Damals war er noch Schüler, doch zu dieser Zeit verfolgte er bereits mit einem wachsenden Interesse die Paläontologie. Während dieser Zeit, wusste das Wissenschaftsteam jedoch nicht, was sie da genau vor sich hatten.

„Im Wesentlichen wussten wir seit vielen Jahren nicht, dass wir einen Cousin von Tyrannosaurus rex haben“, sagte Nesbitt. Er fügte hinzu, dass das Team zunächst dachte, sie hätten die Überreste eines Dromaeosauridae entdeckten, eine Familie zu der auch der Velociraptor gehört.

In den späten 1990er Jahren waren die nahen Verwandten des Tyrannosaurus rex noch nicht bekannt oder anerkannt. Nachdem diese Forschungslücke geschlossen werden konnte, entdeckten Forscher in ganz Asien entferntere Cousins von Tyrannosaurus rex.

Neben weiteren kreidezeitlichen Lebewesen entdeckt

Die Wissenschaftler entdeckten die fossilen Überreste neben denen weiterer Dinosaurier, sowie den Überresten von Fischen, Schildkröten, Säugetieren, Eidechsen und Krokodilen.

Der Name Suskityrannus hazelae leitet sich von „Suski“, dem indianischen Wort der Zuni für „Kojote“ sowie dem lateinischen Wort „tyrannus“ für König ab. „hazelae“ steht für Hasel Wolfe, dessen Unterstützung viele erfolgreiche Expeditionen im Zuni-Becken ermöglichte. Vor der Festlegung des Namens haben sowohl der Forscher als auch der Stammesrat der Zuni erlaubt, den Namen zu verwenden. (ts)

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