Die und zerstörte Inneneinrichtung eines Geschäfts in Wuppertal liegt auf der Straße.Foto: Marcel Kusch/dpa

Wetterdienst warnt vor weiteren Gewittern – Aufräumarbeiten nach Unwettern in Teilen Deutschlands

Epoch Times30. Mai 2018 Aktualisiert: 30. Mai 2018 9:28
Gewaltige Regenfälle haben am Dienstag in Teilen Deutschlands vollgelaufene Keller und überflutete Straßen verursacht. Besonders heftig wüteten die Unwetter in Nordrhein-Westfalen. Heute gehen die Aufräumarbeiten weiter - und auch neue Gewitter sollen kommen.

Nach den schweren Unwettern in Teilen Deutschlands gehen am Mittwoch die Aufräumarbeiten weiter. Vor allem in Nordrhein-Westfalen waren am Vortag durch Starkregen zahlreiche Straßen, Keller und Gebäude überflutet worden.

Stellenweise fiel so viel Regen wie sonst in einem ganzen Monat. Im Raum Wuppertal gab es erhebliche Schäden. Eine Frau im Ruhrgebiet wurde durch einen Blitzschlag verletzt. Auch in Niedersachsen, Hessen und Bayern kam es zu Überschwemmungen.

In Wuppertal liefen die Wassermassen am Dienstag in Häuser und Geschäfte und richteten nach Angaben der Stadt erheblichen Schaden an. Das Dach eines Universitätsgebäudes stürzte ein, in der Innenstadt knickte ein Tankstellendach weg und beschädigte mehrere Autos.

https://www.youtube.com/watch?v=TykM0Uj1t9E

Wuppertal, Aachen, Hessen, Marburg, Niedersachsen

In der Spitze fielen im Raum Wuppertal nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) 100 Millimeter Regen, also 100 Liter auf den Quadratmeter. „Das war schon extrem und ist in der Regenmenge etwa das, was normalerweise im Laufe eines Monats fällt“, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

„Die Infrastrukturschäden werden ganz erheblich sein“, sagte eine Sprecherin der Stadt Wuppertal. Die Reparatur- und Aufräumarbeiten könnten mehrere Tage dauern – mindestens.

Heftige Regenfälle gab es am Dienstag auch in Aachen. Dort registrierte die Feuerwehr am späten Nachmittag mehrere Hundert Notrufe. Im Keller eines Einkaufszentrums stand das Wasser nach Stadtangaben etwa eineinhalb Meter hoch.

In Oberhausen im Ruhrgebiet wurde eine Frau durch einen Blitzschlag verletzt. Sie hielt sich nach Angaben der Feuerwehr am Dienstagnachmittag im Freien auf, als in der Nähe der Blitz einschlug. Sie wurde zwar nicht direkt getroffen, kam aber anschließend ins Krankenhaus.

Auch über Hessen tobten am Dienstagnachmittag Unwetter. Vor allem in Nord- und Mittelhessen richtete der Starkregen Schäden an. In Marburg musste ein Einkaufszentrum evakuiert werden.

Weitere Gewitter werden erwartet

In Niedersachsen war vor allem der Süden betroffen. In Bad Gandersheim im Landkreis Northeim sorgte starker Regen für überflutete Straßen. „Alles, was verfügbar ist, ist im Einsatz“, sagte ein Sprecher der Polizei.

Auch in Teilen Bayerns tobten Unwetter. Vor allem in Unterfranken mussten Einsatzkräfte der Feuerwehr zu vollgelaufenen Kellern ausrücken. Einsatzschwerpunkt war der Landkreis Schweinfurt. Hunderte Notrufe seien eingegangen, teilte ein Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes mit. Auch in der Oberpfalz gab es zahlreiche unwetterbedingte Einsätze.

Für den Mittwoch gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) keine Entwarnung. „Es ist keine Entspannung in Sicht“, sagte ein Sprecher am Morgen. Vom Nordwesten bis in den Osten und Südosten sowie lokal im Südwesten werde es teils wieder kräftige Schauer und Gewitter geben. „Es wird wieder krachen“, sagte der Sprecher. (dpa)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion