Flüchtlinge und Migranten in Mittelmeer.Foto: ANGELOS TZORTZINIS/AFP/Getty Images

„Ärzte ohne Grenzen“ rechnet auch 2018 mit hohen Flüchtlingszahlen

Epoch Times1. Januar 2018 Aktualisiert: 1. Januar 2018 11:24
"Ärzte ohne Grenzen" rechnet auch im neuen Jahr mit anhaltend hohen Flüchtlingszahlen weltweit. Die Organisation sieht auch die Europäische Union in der Pflicht zu helfen.

Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ rechnet auch im neuen Jahr mit anhaltend hohen Flüchtlingszahlen weltweit.

Es gebe noch viel zu tun, weil es immer noch viele Menschen in Not gebe, die auf Hilfe angewiesen seien, sagte der Präsident von „Ärzte ohne Grenzen“ in Deutschland, Volker Westerbarkey, am Montag dem Sender NDR Info. Als Beispiele nannte er die Situation der Rohingya in Myanmar oder die Lage im Südsudan.

Er appellierte an die Gesellschaft, ihre Einstellung zu ändern, und forderte, es „nicht mehr als Erfolg“ zu werten, „wenn möglichst wenig Menschen nach Deutschland kommen“. Vielmehr sei es „ein Erfolg, wenn mehr Menschen Hilfe bekommen, die sie brauchen“, sagte Westerbarkey.

Von der nächsten Bundesregierung erwarte er zudem, dass sie die Werte und Grundsätze aufrecht erhalte, zu denen auch die humanitäre Hilfe gehöre: „Es sollte nicht um politischen Machterhalt gehen, um Prozentpunkte in den Wahlen, sondern darum, Menschen in Not zu helfen.“

Der Chef der deutschen Sektion von „Ärzte ohne Grenzen“ sieht auch die Europäische Union in der Pflicht. Europa sei eine der reichsten und wohlhabendsten Regionen der Welt und müsse deshalb seiner Verantwortung gerecht werden, forderte er. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion