Abschiebung von IS-Anhängern nach Deutschland: Vater der Islamisten-Familie nach Landung festgenommen

Epoch Times14. November 2019 Aktualisiert: 15. November 2019 18:45
Die siebenköpfige Familie war erst Anfang dieses Jahres in die Türkei gereist und wollte sich von dort offenbar weiter in das Bürgerkriegsland Syrien begeben. Sie wurden jedoch zuvor festgenommen und in Abschiebehaft genommen

Update vom 15. November, 17.45 Uhr

Im Fall der aus der Türkei abgeschobenen deutschen Salafistenfamilie ist der Vater am Donnerstag gleich nach der Landung in Berlin inhaftiert worden. Wie ein Sprecher der Berliner Senatsverwaltung für Inneres am Freitaq mitteilte, lag gegen den Mann ein Haftbefehl vor, der direkt vollstreckt wurde. Informationen zu den zugrundeliegenden Vorwürfen nannte er dabei aber nicht.

Die Türkei hatte vor kurzem angekündigt, ausländische Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat in ihre Heimatländer abzuschieben. Nach türkischen Angaben werden der Familie Verbindungen zu der Miliz vorgeworfen. Sie stammt demnach aus Hildesheim in Niedersachsen und gehört zur salafistischen Szene.

Nach Angaben des Sprechers der Berliner Innenverwaltung begaben sich die übrigen Mitglieder der Familie nach der Ankunft noch am Donnerstag weiter nach Niedersachsen. Der verhaftete Vater befand sich in einer Berliner Gefängnis, sollte aber zeitnah nach Niedersachsen überstellt werden. Die dortige Staatsanwaltschaft sei für den Fall zuständig.

Die Familie war erst Anfang dieses Jahres in die Türkei gereist und wollte sich von dort offenbar weiter in das Bürgerkriegsland Syrien begeben. Sie wurden jedoch zuvor festgenommen und in Abschiebehaft genommen. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, nach seiner Kenntnis bestehe kein IS-Bezug. CDU-Innenexperte Armin Schuster betonte in einem Interview, es handle sich bei der Familie nicht um „hochkarätige Gefährderfälle“. (afp)

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Update vom 15. November, 15.40 Uhr

Der Vater der gestern nach Deutschland abgeschobenen Islamisten-Familie ist festgenommen worden.

„Der Vater wurde aufgrund eines bestehenden Haftbefehls der Justiz übergeben“, teilte der Sprecher der Berliner Senatsverwaltung für Inneres, Martin Pallgen, mit. Der Mann sitze derzeit noch in einer Berliner Haftanstalt und werde zeitnah nach Niedersachsen gebracht.

Weshalb ein Haftbefehl gegen ihn vorliegt, wurde nicht mitgeteilt. Pallgen zufolge befindet sich die Familie bereits nicht mehr in Berlin. Die siebenköpfige Familie aus Hildesheim war gestern von der Türkei abgeschoben worden. (dpa)

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Die türkischen Behörden haben am Donnerstag eine siebenköpfige Familie abgeschoben, der Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgeworfen werden. Die sieben Personen seien nach Berlin abgeschoben worden, teilte das Innenministerium laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu mit. Auch ein „ausländischer terroristischer Kämpfer“ aus Großbritannien sei in seine Heimat ausgewiesen worden.

Das Innenministerium erklärte zudem, dass ein mutmaßlicher islamistischer US-Terroristen, der seit Tagen an der türkisch-griechischen Grenze festsitzt, in die USA abgeschoben werden solle. Der Prozess zur Ausweisung des „ausländischen terroristischen Kämpfers“ in die USA habe begonnen, nachdem die US-Seite seine Rückkehr sowie die Ausstellung eines Reisedokuments akzeptiert habe, teilte das Innenministerium laut Anadolu mit.

Die Türkei hatte am Montag versucht, den Mann nach Griechenland auszuweisen. Doch verweigerten die griechischen Behörden ihm am Grenzübergang die Einreise. Da auch die Türkei ihn nicht zurückließ, steckte er seitdem im Niemandsland an der Grenze fest. Laut türkischen Medien erlaubten die türkischen Grenzschützer ihm zwar, in einem Fahrzeug zu schlafen, und gaben ihm Essen und Trinken. Doch ließen sie ihn nicht wieder ins Land.

Die Türkei hatte kürzlich angekündigt, mit der Ausweisung inhaftierter ausländischer IS-Anhänger in ihre Heimatländer zu beginnen. Laut der Zeitung „Hürriyet“ sollen zunächst 959 Verdächtige abgeschoben werden, darunter knapp 600 Iraker und Syrer, aber auch rund 30 Bürger europäischer Staaten. Darunter sind auch viele Frauen und Kinder. Nach Angaben von Präsident Recep Tayyip Erdogan befinden sich insgesamt 1216 IS-Anhänger aus 40 Ländern in türkischer Haft. (afp)

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