Ein Wolf in einem Gehege im Wildpark Neuhaus.Foto: Swen Pförtner/dpa/dpa

Aus mit der Wolfsromantik? Immer mehr Existenzen bedroht

Epoch Times19. Dezember 2019 Aktualisiert: 19. Dezember 2019 8:55
Es ist ein sensibles Thema, das nicht nur Landwirte und Naturschützer aufregt: Einst ausgerottete Wölfe sollen geschützt werden - es gibt aber auch Attacken auf Nutztiere. Wird der Konflikt nun gelöst?

Nach langem Streit sollen Neuregelungen zum Umgang mit Wölfen kommen, die sich in Deutschland wieder stärker ausbreiten. Der Bundestag will dazu heute Gesetzespläne der großen Koalition beschließen, die einen Abschuss zu leichteren Bedingungen möglich machen.

Das Füttern und Anlocken der geschützten Tiere soll verboten werden. Die Maßnahmen sollen Schafe und andere Nutztiere vor Attacken schützen und wirtschaftliche Schäden für Bauern vermeiden. Union und SPD wollen damit auch Sorgen in vielen Dörfern entgegenwirken.

Unionsfraktionsvize Gitta Connemann (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Der Schutz des Wolfes ist uns auch wichtig. Aber dieser muss Grenzen haben.“ In betroffenen Gebieten sorge der Wolf für Angst. Menschen erlebten, wie Haus- und Nutztiere angegriffen und gerissen würden.

Schäfereien müssen schließen

„In dicht besiedelten und wirtschaftlich genutzten Arealen ist kein konfliktfreies Zusammenleben mit dem Wolf möglich. Für Wolfsromantik hat dort aus gutem Grund niemand Verständnis.“ Risse bedrohten inzwischen Existenzen, Schäfereien müssten aufgeben.

Nach dem Entwurf von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) soll ein Abschuss künftig auch dann möglich sein, wenn unklar ist, welcher Wolf genau zum Beispiel eine Schafherde angegriffen hat.

Es sollen so lange Wölfe in der Gegend geschossen werden können, bis es keine Attacken mehr gibt – auch wenn dafür ein ganzes Rudel getötet wird. Die Länderbehörden müssen aber jeden Abschuss einzeln genehmigen.

Hybride zwischen Hund und Wolf

Dabei sollen Jäger regelmäßig vorab einbezogen werden. Mischlinge aus Wolf und Hund, sogenannte Hybride, sollen geschossen werden.

Künftig soll zudem schon eine Abwendung „ernster wirtschaftlicher Schäden“ reichen, bisher ist im Gesetz von „erheblichen Schäden“ die Rede. Das soll es auch Hobbyschäfern ermöglichen, Entschädigungen zu bekommen, wenn Wölfe zuschlagen. Das Füttern und Anlocken von Wölfen soll verboten werden, damit sie sich nicht an Menschen gewöhnen.

Die Umweltschutzorganisation WWF begrüßte die Pläne. Sie machten deutlich, dass Ausnahmen vom strengen Schutzstatus des Wolfes und anderer geschützter Tierarten enge Grenzen gesetzt seien.

Weidetiere haben ein Recht auf Tierschutz

Die Tötung eines Wolfes müsse auch bei der neuen Gesetzeslage Ultima Ratio sein. Um ein langfristiges Miteinander von Menschen, Weide- und Wildtieren zu ermöglichen, seien flächendeckende Maßnahmen zum Herdenschutz in allen Bundesländern mit Wolfsvorkommen das A und O.

Die CDU-Politikerin Connemann sagte, Tierschutz sei nicht teilbar. „Weidetiere haben dasselbe Recht auf Tierschutz wie Wölfe.“

Deshalb werde eine Bestandsregulierung gebraucht, was nur mit einer weitergehenden Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes gehe. Sie betonte zudem etwa mit Blick auf Deiche, die zwingend beweidet werden müssten, die Schaffung wolfsfreier Zonen bleibe für die Union weiter auf der Tagesordnung. (dpa)

Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Wer hat die Weltherrschaft? Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Immer klarer wird, dass die Geschichte der Menschheit nicht so ablief, wie sie heutzutage gelehrt wird. Das Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ gibt die lange gesuchten Antworten.

„Kapitalismus abschaffen“? „Wohnungsgesellschaften enteignen“? Familie auflösen? Keinen Wohlstand und keine Kinder mehr wegen des Klimas? Frühsexualisierung? Solche Gedanken sind in Politik, Medien und Kultur populärer denn je. Im Kern drücken sie genau das aus, was einst schon Karl Marx und seine Anhänger der gesamten Menschheit aufzwingen wollten.

Der Kommunismus hat im 20. Jahrhundert hunderte Millionen Menschen physisch vernichtet, heute zielt er auf ihre Seelen. Bei vielen Menschen blieb glücklicherweise die der menschlichen Natur innewohnende Güte erhalten – was den Menschen die Chance gibt, sich vom Einfluss des „Gespenst des Kommunismus“ zu befreien.
Hier weitere Informationen und Leseproben.

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder – falls vergriffen – direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Das Buch gibt es jetzt auch als E-Book und als Hörbuch

Das E-Book gibt es in den Formaten PDF, EPUB oder MOBI. Das Hörbuch bieten wir im MP3 Format zum Download an. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. E-Books und Hörbücher sind direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion