Rechtsextreme waren 2017 anlässlich des 30. Todestags des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß in Berlin-Spandau unterwegs.Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Behörden zählen 24.000 Rechtsextremisten – jeder zweite sei gewaltorientiert

Epoch Times3. Mai 2019 Aktualisiert: 3. Mai 2019 7:55
Behörden zählen in Deutschland 24.000 Rechtsextremisten, schreibt das Innenministerium. Davon werden 12.700 als gewaltorientiert eingeschätzt. Der innenpolitische Sprecher der FDP im Bundestag, Konstantin Kuhle, forderte ein "neues Konzept gegen Radikalisierung im Internet".

Die Behörden stufen einem Medienbericht zufolge mehr als jeden zweiten Rechtsextremisten in Deutschland als gewaltorientiert ein. Von insgesamt 24.000 Rechtsextremisten würden 12.700 so eingeschätzt, schreibt das Bundesinnenministerium laut der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ in einer Antwort auf eine FDP-Anfrage. Das Ministerium warnt zudem, die Übergänge zum Rechtsterrorismus könnten fließend sein.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz sichte gegenwärtig mehrere hundert relevante Internetpräsenzen beziehungsweise Profile und Kanäle der rechtsextremistischen Szene – unter anderem in Onlinenetzwerken, Kurzbotschaftendiensten oder auf Videoplattformen, heißt es laut „NOZ“ in der Ministeriumsantwort. Es bestehe eine „nicht zu unterschätzende Radikalisierungsgefahr für Einzelpersonen oder (Klein-/Kleinst-)Gruppierungen“.

Der innenpolitische Sprecher der FDP im Bundestag, Konstantin Kuhle, forderte deswegen ein „neues Konzept gegen Radikalisierung im Internet“. Kuhle kritisierte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, dass rechtsradikale Inhalte und Amokankündigungen im Internet „über Jahre offen einsehbar bleiben“. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion