Boris Johnson besucht Merkel erstmals Berlin

Epoch Times19. August 2019 Aktualisiert: 19. August 2019 13:46

Großbritanniens neuer Premierminister Boris Johnson macht am Mittwoch seinen Antrittsbesuch in Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird den britischen Regierungschef am frühen Abend mit militärischen Ehren im Kanzleramt empfangen, wie die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin sagte.

Nach einem gemeinsamen Pressestatement wollen die beiden demnach über die deutsch-britischen Beziehungen sowie über internationale und europapolitische Themen beraten.

Es handelt sich um Johnsons ersten Besuch in Berlin seit seinem Amtsantritt als Premierminister Ende Juli. Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert telefonierten Merkel und Johnson seither einmal.

Demmer betonte, dass die Bundesregierung weiterhin einen „geordneten“ EU-Austritt Großbritanniens wünsche. Berlin sei jedoch auf „alles vorbereitet, was ein ungeordneter Brexit mit sich bringen würde“.

Donnerstag reist Boris weiter nach Frankreich

Am Donnerstag wird Johnson vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris empfangen, wie der Elysée-Palast am Montag mitteilte. Demnach will Macron mit ihm vor dem G7-Gipfel über den Brexit und andere Themen beraten. Geplant seien ein Arbeits-Mittagessen sowie eine vorausgehende Pressekonferenz.

Im Zentrum des Treffens stehe „die Brexit-Frage“, erklärte der Elysée. Dabei müsse es um die „Beachtung der europäischen Prinzipien“ gehen, auf die sich die 27 EU-Mitgliedstaaten außer Großbritannien geeinigt hätten.

Zudem gehe es um bilaterale Fragen sowie eine enge Abstimmung bei Themen wie dem Iran und Syrien vor dem G7-Gipfel, hieß es aus Macrons Büro. Die Staats- und Regierungschefs der G7 treffen sich vom 24. bis 26. August zum Gipfel im französischen Biarritz.

Johnson war von den Parteimitgliedern der konservativen Tories zum Nachfolger von Theresa May bestimmt worden. Der ehemalige britische Außenminister hat angekündigt, Großbritannien bis zum 31. Oktober „ohne Wenn und Aber“ aus der EU zu führen. (afp)

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