„Deutsche Umwelthilfe“: Stickoxid-Ausstoß steigt durch Software-Nachrüstung bis zu 34 Prozent

Epoch Times22. Februar 2019 Aktualisiert: 22. Februar 2019 22:50
Nach Angaben der "Deutschen Umwelthilfe" bleibt eine Software-Nachrüstung von Diesel-Autos nahezu wirkungslos. Ganz im Gegenteil – teilweise steigen die Stickoxid-Werte.

Die Software-Nachrüstung von Diesel-Autos ist gegen zu hohe Stickoxid-Werte(NOx) sind der Deutschen Umwelthilfe(DUH) zufolge weitgehend wirkungslos. Bei einer Reihe von Fahrzeugen sei der NOx-Ausstoß sogar mit den Software-Updates höher als zuvor, erklärte der Umweltverband am Freitag in Berlin unter Berufung auf eigene Messungen.

Aber auch die wenigen vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) veröffentlichten Daten zeigten einen Anstieg gegenüber Angaben vor den Software-Updates. Bei VW-Diesel sei ein Anstieg auf der Straße um ein Prozent verzeichnet worden, bei Opel sogar um 34 Prozent. Besonders bei kühlen Temperaturen steigen die NOx-Emissionen nach wie vor rasant an. DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch verlangte daher den Einsatz von Katalysatoren, die sogenannte Hardware-Nachrüstung.

Man hat nämlich seitens des Kraftfahrtbundesamtes in dem Verfahren Wiesbaden im Dezember vorgetragen, dass bei den freiwilligen Software-Updates die Messwerte auf Prüfständen deutlich besser werden, teilweise bis zu 80 Prozent. Es wurde aber auch eine Spalte veröffentlicht mit Straßenmessungs-Ergebnissen. Und das ist ja eigentlich das relevante, wenn wir uns mit Luftqualität beschäftigen. Und da steht dann plötzlich drinnen, dass die beim Kraftfahrtbundesamt vorliegenden Messergebnisse bei den VW-Software-Updates einen Anstieg der NOx-Emissionen um ein Prozent, und bei Opel Fahrzeugen um 34 Prozent bedeuten. Das heißt, wir machen das Software-Update und die Fahrzeuge werden schmutziger.

(Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der „Deutschen Umwelthilfe“)

Nach dem Betrugs-Skandal um VW-Diesel-Autos hatte das Bundesverkehrsministerium Software-Updates bei VW und anderen Herstellern durchgesetzt. Bis Ende vergangenen Jahres sollte über sechs Millionen Autos so nachgerüstet werden. Die Hersteller haben bislang aber erst vier Millionen mit neuer Software ausgestattet. Damit sollten die NOx-Werte um fast ein Drittel sinken.

Man versucht nun die Luftqualität dadurch zu verbessern, dass man über die Frage der gesundheitlichen Einschätzung Pseudo-Diskussionen mit Rechenkünstlern unter vielleicht jungen Ärzten durchführt, und dass plötzlich die. Aufstellung von Messstellen infrage gestellt wird. Alles Dinge, die seit Jahren überprüft wurden und jeweils bestätigt wurden, dass das in Ordnung ist. Was wir vermissen, ist der Druck auf die Automobilindustrie.

(Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der „Deutschen Umwelthilfe“)

Die DUH will mit Klagen in einer Reihe von Städten Fahrverbote für Diesel durchsetzen, um die Grenzwerte dort wieder einzuhalten. Die Bundesregierung will Fahrverbote verhindern und vor allem durch eine Modernisierung der Flotte etwa über Umtauschprämien der Hersteller die Luft sauberer machen. (reuters)

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