Symbolbild.Foto: istockphoto/Ruslan Danyliuk

„Es war immer weit weg und selbst war man nie betroffen“ – Benefiz-Fußballturnier für Familie der ermordeten Elma (17) aus Unkel

Epoch Times5. Dezember 2018 Aktualisiert: 6. Dezember 2018 5:15
Sie haben ihre Tochter verloren, ermordet in einem Flüchtlingsheim in Sankt Augustin. Um die Familie zu unterstützen, veranstalten vier Vereine aus der Heimatregion des jungen Opfers ein Benefiz-Fußballturnier.

Sie starb in der Nacht von Freitag auf Samstag, 1. Dezember. Elma C., ein 17-jähriges serbisches Mädchen aus der Kleinstadt Unkel, wurde in einem Sankt Augustiner Flüchtlingsheim ermordet aufgefunden. Ein 19-jähriger Tatverdächtiger mit deutschem und kenianischem Pass wurde verhaftet.

Karsten Fehr, parteiloser Bürgermeister der Verbandsgemeinde Unkel schilderte: „Wir sind erschüttert, die ganze Region ist gelähmt.“

Doch nach anfänglichem Schock wollen nun lokale Fußballvereine aus der Heimatregion, wo Elma gelebt thatte, ein Fußball-Turnier veranstalten, um die Familie des toten Mädchens zu unterstützen und Zusammenhalt zu demonstrieren.

Am Sonntag, 9. Dezember, spielen der der FC Unkel 1980 e.V., der SV Ataspor Unkel, der FV Rot-Weiss Erpel 1919 e.V.  und der SV Rot-Weiß Rheinbreitbach zusammen in einem Benefiz-Turnier auf dem Rheinbreitenbacher Sportplatz an der Westerwaldstraße, wie der „Bonner Generalanzeiger“ berichtet.

„Es war immer weit weg …“

Unter der Überschrift „Benefiz-Blitzturnier / Mord an Mädchen aus Unkel“ heißt es:

Worte zu den Geschehnissen zu finden, ist schier unmöglich. Es war immer weit weg und selbst war man nie betroffen. Jetzt wurde eine 17-Jährige aus dem Leben gerissen und diese stammt aus unserem Ort.“

Für Hass, Separatismus und Schubladendenken sei keine Zeit, jedoch sie es Zeit, noch ein Stück näher zusammenzurücken, sich einander die Hände zu geben und zusammenzuhalten, so das Statement der Vereine.

„Alle eingenommenen Erträge, werden der betroffenen Familie zukommen.“

Nicht zum Feiern zumute

Der Schock sitzt tief in der Region. Niemandem ist jetzt zum Feiern zumute. Auch der Kontaktkreis Flüchtlinge in der Verbandsgemeinde Unkel sagte die für Freitag, 7. Dezember, geplante Nikolausfeier im Pfarrheim St. Pantheon ab.

Die Menschen in der VG Unkel sind geschockt und in Trauer angesichts des Mordes an einem jungen Mädchen aus Unkel – auch unsere Geflüchteten.“

(Kontaktkreis Flüchtlinge)

Die Verantwortlichen wurden angesprochen, man wolle „in diesen bedrückenden Tagen“ mit den Kindern nicht gerne Nikolaus feiern. Die Feier wurde bis auf Weiteres verschoben. (sm)

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