Freiburger Gruppenvergewaltigung: Zwei weitere Täter durch DNA nachgewiesen – Ermittlungen zu YPG-Mitgliedschaften

Epoch Times2. November 2018 Aktualisiert: 2. November 2018 15:27
Im Fall der Gruppenvergewaltigung hinter einem Freiburger Club sucht die Polizei mindestens zwei weitere mutmaßliche Täter aufgrund von DNA-Spuren. Die Personen zu den Spuren sind noch nicht bekannt. Es handelt sich aber nicht um die bisherigen Tatverdächtigen.

Bereits acht junge Männer im Alter von 19 bis 29 Jahren sind im Zusammenhang mit der Gruppenvergewaltigung bei einem Freiburger Club festgenommen worden, darunter sieben Syrer. Nun sucht die Polizei zwei weitere Tatverdächtige.

Die Analyse von DNA-Spuren habe Hinweise auf zwei weitere Männer erbracht, teilten die Ermittler am Freitag auf einer Pressekonferenz mit.

Wir tun jetzt alles, um die Urheber auch dieser Spuren zu ermitteln.“

(Bernd Belle, Freiburger Kriminalpolizei)

Die Ermittler gehen von sieben bis acht möglichen weiteren Tätern aus.

18-Jährige betäubt und stundenlang vergewaltigt

Eine 18-jährige junge Frau war Mitte Oktober vergewaltigt worden, nachdem sie mit dem mutmaßliche Haupttäter eine Freiburger Disko verließ. In dem Club hatte sie den Ermittlungen zufolge Drogen, vermutlich eine Ecstasy-Tablette, zusammen mit einem unbekannten Getränk konsumiert. Dadurch wurde die 18-Jährige offenbar wehrlos gemacht.

Kurz nach Mitternacht verließ sie mit dem ihr nicht näher bekannten 22-jährigen Syrer den Club. An einer nahe gelegenen Baumgruppe kam es dann gegen den erkennbaren Willen der 18-Jährigen zu sexuellen Handlungen und letztlich auch zur Vergewaltigung durch den damals 21-Jährigen.

Wie die Ermittler am Freitag mitteilten, soll der Mann danach in die Diskothek zurückgegangen sein und andere Männer informiert haben, dass die Frau wehrlos im dem nahe gelegenen Waldstück liege. Daraufhin seien weitere Männer nach und nach in den Wald gegangen und hätten sich an der 18-Jährigen, die wehrlos im Waldstück lag, vergangen.

Haupttäter ist Intensivtäter

Gegen den 22 Jahre alten hauptverdächtigen Syrer sowie einen weiteren Verdächtigen wird den Angaben zufolge auch wegen eines weiteren Sexualdelikts aus dem Jahr 2017 ermittelt.

Die Freiburger Ermittler waren in die Kritik geraten, weil gegen den 22-Jährigen bereits eine Woche vor der Gruppenvergewaltigung ein Haftbefehl wegen Drogendelikten vorgelegen hatte. Er gilt als Intensivtäter. Drei Körperverletzungsdelikte und zwei mutmaßliche Taten mit Sexualbezug soll er seit Sommer 2018 verübt haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Freiburg am Freitag mit.

Seine Festnahme war wegen der vorherigen Taten für den 23. Oktober geplant. Es war aber nicht klar, wo sich der Verdächtige aufhält. „Dann haben uns die Ereignisse überholt“, erklärte Bernd Belle.

Nur zwei der Tatverdächtigen sieben Syrer sind nicht vorbestraft.

Kurdische Kommunisten?

In Freiburg hatte die Tat hohe Wellen geschlagen, auch weil sieben der acht Verdächtigen Syrer sind.

Zwei von ihnen präsentierten sich laut den Ermittlungen in sozialen Medien als Kämpfer der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), dem bewaffneten Arm PYD, einer libertär kommunistisch/sozialistisch ausgerichteten Kurdenpartei in Syrien. Diese gilt auch als Schwesterpartei der terroristischen PKK.

Es wurden Ermittlungen dazu nach Karlsruhe zur Generalstaatsanwaltschaft weitergeleitet.

Am vergangenen Montag demonstrierten einige hundert AfD-Anhänger in Freiburg gegen die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin. Ihnen standen etwa 2.000 teils gewaltbereite Gegendemonstranten gegenüber.

Derzeit wird spekuliert, dass es in Freiburg Hetzjagden durch die Antifa auf Demonstranten der AfD kam.

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