Joachim HerrmannFoto: über dts Nachrichtenagentur

Herrmann kritisiert geplantes Motorrad-Sonntagsfahrverbot vom Bundesrat

Epoch Times13. Juli 2020 Aktualisiert: 13. Juli 2020 23:16

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zeigt Verständnis für die landesweiten Proteste der Motorradfahrer, die sich gegen die Pläne eines Sonn- und Feiertagsfahrverbotes wenden. „Für Sonn- und Feiertage generelle Fahrverbote für Motorradfahrer zu erlassen, das ist völlig überzogen und so kann man der Probleme nicht gerecht werden“, sagte Herrmann am Montag im ARD-Mittagsmagazin.

Natürlich seien die Lärmschutzinteressen sehr, sehr wichtig, aber „Motorradfahren und auch das zu genießen durch unsere herrlichen Landschaften zu fahren, bedeutet nicht, unnötig Krach zu machen. Dann gibt es einige wenige Motorradfahrer, die sich rücksichtslos verhalten und das ist nicht akzeptabel“, so der Innenminister, „es gibt manchmal auch Porschefahrer, die ihren Motor unnötig aufheulen lassen.“

Das sei auch nicht in Ordnung, aber das könne nicht Grundlage für allgemeine Fahrverbote sein, sagte Herrmann, der selbst passionierter Biker ist. Er plädiert dafür, aus Lärmschutzgründen Geschwindigkeitsbeschränkungen zu erlassen. „Ich kann im Einzelfall auch bestimmte Strecken einmal sperren. Das ist vernünftig.

Wieso sich das übrigens speziell auf den Sonntag beziehen soll, ist jetzt weniger ersichtlich, weil Anwohner beispielsweise wollen auch am Samstag oder wollen auch an einem Werktag lärmgeschützt werden“, sagte Herrmann. Man brauche keine Fahrverbote am Sonntag für Motorradfahrer. „Das wird der Situation nicht gerecht und deshalb haben wir auch im Bundesrat dagegen gestimmt“, so der bayerische Innenminister. (dts)


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