Impfzentrum Berlin.Foto: KAY NIETFELD/POOL/AFP via Getty Images

Impfzentrum als Corona-Verbreitungs-Zentrum? „NZZ“ beklagt laxe Hygiene-Vorkehrungen in Berlin

Von 22. März 2021 Aktualisiert: 22. März 2021 10:45
Erkältete Kollegen, keine Schnelltests: Ein Arzt beklagt in der „NZZ“, dass im Impfzentrum auf dem Messegelände im Westen Berlins sehr lax mit Hygienestandards umgegangen werde. Erst ein Drittel der Ärzte sei selbst geimpft, ins Zentrum kämen viele Vorerkrankte.

Zu wenig Impfstoff, ausgebuchte Impfzentren, fehlende Termine: Die Durchführung der Corona-Schutzimpfung in Deutschland gilt bis dato nicht als Musterbeispiel für eine Erfolgsgeschichte.

In der Vorwoche hat ein Arzt, der sich an die „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ) gewandt hatte, einen möglichen weiteren Schwachpunkt in der Organisation der Impfkampagne ausgemacht: unzureichende Hygienevorkehrungen in Impfzentren.

Hygiene-Probleme im Impfzentrum Messe?

Wie der Arzt, der anonym bleiben wollte, gegenüber dem Blatt schildert, soll es mit der Sicherheit im Umfeld der deutschen Impfkampagne gar nicht so weit her sein wie von der Politik vorgebracht.

Dabei werde mit der Sicherheit bis dato häufig begründet, warum das Impfen in Deutschland deutlich langsamer vonstattengeht als in vielen anderen Ländern – und warum in der Vorwoche sogar die Verwendung eines Impfstoffs für mehrere Tage gestoppt wurde.

Dass der „NZZ“ zugekommene Protokoll des Mediziners malt hingegen ein wenig schmeichelhaftes Bild von der Sicherheit für die Bürger in deutschen Impfzentren selbst: Dort, so klagt er, sei von Gründlichkeit wenig zu bemerken.

Ständiges Kommen und Gehen als Risikofaktor

Im Impfzentrum Berlin-Messe werde zwar, so der Arzt, die Körpertemperatur der etwa 30 beteiligten Ärzte und des übrigen Personals gemessen. Bereits bei der Einsatzbesprechung sei jedoch aufgefallen, dass Kollegen mit offenkundigen Erkältungssymptomen zum Dienst erschienen wären.

Auf Nachfrage hätte erst ein Drittel der anwesenden Ärzte erklärt, selbst bereits geimpft zu sein – obwohl sie zu der priorisierten Gruppe gehören, die bereits jetzt die Impfung in Anspruch nehmen könne. Auch Corona-Schnelltests fänden keine statt, weil es sowohl an Tests als auch an den dafür vorgesehenen Räumlichkeiten fehle.

Der Arzt, der mit der „NZZ“ sprach, erklärte, es hätte insgesamt ein hohes Ansteckungsrisiko für Infektionskrankheiten gegeben, das von einer erkälteten Kollegin oder einem möglichen asymptomatisch infizierten Kollegen ausgegangen wäre. Etwa 60 bis 70 Prozent der Menschen, die zum Impfen gekommen waren, hätten unter schweren Vorerkrankungen gelitten.

Impfzentrum Tempelhof habe nicht einmal Fieber gemessen

Auch Kollegen oder Soldaten der Bundeswehr, die Impfstoff herbeischafften, hätten angesichts des intensiven Publikumsverkehrs infiziert und in weiterer Folge zu Spreadern werden können. Das Fazit des Whistleblowers lautet:

Ich bin fassungslos, mit welchem Leichtsinn bei uns geimpft wird. Jeder Arzt und jeder Angestellte, der einen Dienst in einem Impfzentrum verrichtet, muss doch zumindest vorher einen Schnelltest machen. Sonst wird aus einem Corona-Schutz-Zentrum im schlimmsten Fall ein Corona-Verbreitungs-Zentrum.“

Im Impfzentrum am Flughafen Tempelhof, wo der Arzt ebenfalls geimpft habe, sei nicht einmal am Eingang Fieber gemessen worden. Eine Nachfrage der „NZZ“ bezüglich der Beobachtungen ließ der Berliner Senat nach Angaben der Zeitung unbeantwortet.



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