Öffentliche Haushalte verfügten Ende 2017 über 932 Milliarden Euro

Epoch Times11. October 2018 Aktualisiert: 11. Oktober 2018 11:31
Die öffentlichen Haushalte haben Ende 2017 über ein Finanzvermögen von rund 932,1 Milliarden Euro verfügt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.

Die öffentlichen Haushalte haben Ende 2017 über ein Finanzvermögen von rund 932,1 Milliarden Euro verfügt. Das Vermögen von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 47,7 Milliarden Euro oder 5,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.

Das Finanzvermögen umfasst demnach unter anderem Bargeld und Einlagen, sonstige Forderungen sowie Wertpapiere und Ausleihen an den sogenannten nicht öffentlichen Bereich. Dazu zählen Kreditinstitute und zum Beispiel private Unternehmen.

Der Bund wies zum Jahresende 2017 ein Finanzvermögen von 335,9 Milliarden Euro auf, was einem Anstieg um 15,2 Milliarden Euro beziehungsweise 4,7 Prozent gegenüber Ende 2016 entspricht. Maßgeblich dafür war die Einrichtung des staatlichen Atomfonds.

Der „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ sammelt von den Betreibern der deutschen Atomkraftwerke Gelder ein und legt diese an, um damit die Zwischen- und Endlagerung von Atommüll zu finanzieren. Diese Gelder schlugen sich auch in der Finanzvermögensstatistik nieder.

Die Länder konnten ihr Finanzvermögen im selben Zeitraum bis Ende 2017 um 3,1 Milliarden Euro beziehungsweise 1,3 Prozent auf 234 Milliarden Euro erhöhen. Die Gemeinden haben ein Finanzvermögen von 205,2 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 7,1 Prozent beziehungsweise 13,6 Milliarden Euro entspricht.

Die Entwicklung verlief in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich. Starke Zuwächse hatten vor allem Thüringen (plus 24,9 Prozent) und Sachsen (plus 18,2 Prozent). Hintergrund war jeweils vor allem die Neuaufnahme eines Extrahaushalts in den Bericht.

Das Finanzvermögen verringerte sich hingegen in Nordrhein-Westfalen (minus 3,3 Prozent), Baden-Württemberg (minus 3,1 Prozent) und Berlin (minus 2,8 Prozent). Ursache war in Nordrhein-Westfalen ein Portfolioabbau der Ersten Abwicklungsanstalt und in Baden-Württemberg der Abbau des Finanzvermögens eines großen Extrahaushalts.

Die Sozialversicherung wies Ende 2017 ein Finanzvermögen von 157 Milliarden Euro auf. Dies entsprach einem Zuwachs von 15,8 Milliarden Euro oder 11,2 Prozent. (afp)

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