Streit um AfD-Plakat.Foto: Twitter/Fotomontage

Streit um „Sklavenmarkt“-Bild: US-Kunstmuseum protestiert gegen Plakat der AfD

Epoch Times27. April 2019 Aktualisiert: 27. April 2019 13:25
Das US-Kunstmuseum Clark Art Institute hat die AfD aufgefordert, das Gemälde "Sklavenmarkt" des nicht länger für ihren Wahlkampf zu benutzen.

Das US-Kunstmuseum Clark Art Institute hat die AfD aufgefordert, das Gemälde „Sklavenmarkt“ des französischen Malers Léon Gérôme nicht länger für ihren Wahlkampf zu benutzen.

„Wir verurteilen die Verwendung des Gemäldes scharf“ und „bestehen“ auf eine Unterlassung, schrieb Museumsdirektor Olivier Meslay in einer Nachricht, welche der Nachrichtenagentur AFP in Auszügen vorliegt, an den Berliner Landesverband der Partei. Das Museum sei im Besitz des Gemäldes aus dem Jahr 1866 und lehne dessen Benutzung für eine politische Agenda ab, hieß es weiter.

Das von der AfD benutzte Gemälde zeigt Turban tragende, bärtige Männer, die eine nackte Frau zu begutachten scheinen. Dazu hat die Partei auf ihrem Wahlplakat die Slogans „Europäer wählen die AfD“ und „Damit aus Europa nicht ‚Eurabien‘ wird“ gedruckt.

Das Clark Art Institute war im Kurzbotschaftendienst Twitter auf die Verwendung des Gemäldes aufmerksam geworden. „Wir haben der AfD dieses Bild nicht zur Verfügung gestellt“, stellte Meslay klar. Allerdings gebe es keine Urheberrechte, „die uns erlauben, zu kontrollieren, wie es benutzt wird“. Er könne lediglich an den „Anstand der AfD appellieren“. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion