„Terror-Attacke“ im Zug in Flensburg? Eritreer Mahmood J. stach zuerst Polizistin (22) hinterhältig Messer ins Gesicht, Passant (35) kam zu Hilfe

Von 2. June 2018 Aktualisiert: 2. Juni 2018 13:19
Nach der Befragung des schwer verletzten Fahrgastes (35) im IC bei Flensburg, stellt sich eine neue Version der Geschichte dar. Demnach wurde die Polizistin von dem Afrikaner mit dem Messer angegriffen und ins Gesicht gestochen, während sie dabei war, den Zug zu verlassen. Laut AfD-Bundeschef Jörg Meuthen nennt man in Frankreich einen derartigen Angriff "Terror-Attacke".

Der Fall schien nach bisheriger Version relativ eindeutig, außer, dass noch nicht bekannt war, warum der Asylbewerber aus Eritrea mit dem Fahrgast (35) in Streit kam.

Doch nach neuesten Zeugenaussagen entsteht ein ganz anderes Bild, inklusive der Frage, warum der Hergang von der Polizei möglicherweise derart abgeändert wurde. Doch eins nach dem anderen.

Version 1: Ein Streit eskaliert

Hinweise auf einen terroristischen oder politischen Hintergrund konnten nach ersten Ermittlungen nicht erlangt werden. Die Hintergründe zum genauen Geschehensablauf sind nach wie vor unklar.“

(Christian Kartheus, Polizeisprecher)

Am Mittwochabend, 30. Mai 2017, hatte der 24-jähriger Eritreer mit einem deutschen Fahrgast (35) aus Köln Streit im IC 2406 von Köln nach Flensburg bekommen. Gegen 19.00 Uhr eskalierte die Situation im Bahnhof Flensburg. Zuvor soll es eine Lautsprecherdurchsage eines Zugbegleiters gegeben haben, der anwesende Polizisten um Hilfe bat. Die im Zug mitreisende 22-jährige Polizistin versuchte daraufhin deeskalierend auf den Streit einzuwirken. Dann sei es zu dem Messerangriff auf den 35-Jährigen gekommen und anschließend auf die Polizistin, die schwer verletzt wurde und den Angreifer erschoss. So die erste Version, wie sie die Polizei veröffentlichte.

Mord-Anschlag auf Polizistin

Nach Auswertung von Zeugenaussagen gehen die „Ermittler der Polizei und die Staatsanwaltschaft Flensburg“ nun aber von einem völlig anderen Geschehensablauf aus:

Hiernach war die 22-jährige Polizeibeamtin im Begriff, sich in dem in den Flensburger Bahnhof einfahrenden Zug zur Ausgangstür zu begeben, als sie von dem mutmaßlichen Täter angegriffen und mit einem Küchenmesser verletzt wurde. Ein mitreisender 35-jähriger Mann hörte die Hilferufe der Frau und kam ihr umgehend zur Hilfe. Es gelang ihm, die beiden zu trennen. Dabei ging er zu Boden. Er wurde ebenfalls attackiert, erlitt eine schwere Stichverletzung und brach sich während der Auseinandersetzung den Arm. Nach bisherigen Erkenntnissen zog die Polizeibeamtin ihre Dienstwaffe und schoss auf den Tatverdächtigen. Der mutmaßliche Angreifer wurde tödlich verletzt.“

(Ulrike Stahlmann-Liebelt, Leitende Oberstaatsanwältin)

Die Obduktion am Donnerstag ergab zweifelsfrei die Identität des eritreischen Staatsbürgers, der im September 2015 nach Deutschland einreiste und eine befristete Aufenthaltserlaubnis bekam. Weiterhin unbekannt sind die Gründe, warum der Afrikaner die junge Polizistin mit dem Messer angriff. Doch auch ohne diese Information glaubt die Staatsanwaltschaft:

Ermittlungen im persönlichen Umfeld des Getöteten haben keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund ergeben.“

(Stahlmann-Liebelt, Leitende Oberstaatsanwältin)

Gewaltbereit: Mahmood J. (24)

Laut Behörden wohnte er in Nordrhein-Westfalen. Laut „Bild“ bedrohte der Eritreer, der 2015 über Österreich nach Deutschland kam, bereits mehrfach einen Nachbarn in dem Haus in Recklinghausen mit einer Eisenstange und auch mit einem Messer, schlug ihn in einem weiteren Fall. Eine 70-jährige Nachbarin soll er sexuell belästigt haben. Sie habe Angst vor ihm gehabt, so „Bild“. Wegen Gewalt gegen Nachbarn hatte ihm die Vermieterin Mitte April die Wohnung gekündigt. Seine Aufenthaltserlaubnis wäre 2019 ausgelaufen.

Gegenüber dem Blatt hieß es von der Staatsanwaltschaft:

Wir prüfen den Anfangsverdacht eines Tötungsdeliktes gegen die Polizeibeamtin.“

(Thorkild Petersen-Thrö, Oberstaatsanwalt)

Meuthen sagt: Begriff „Terror-Attacke“ in den Raum

Eine wichtige Frage scheint in der neuen Version der Polizei nicht geklärt: Wie konnte der Zugbegleiter per Lautsprecherdurchsage nach Hilfe von mitreisenden Polizisten im Zug fragen, wenn es offenbar gar keinen vorausgegangenen Streit vor der Attacke auf die Polizistin gegeben hatte und der Angriff des afrikanischen Asylbewerbers unverhofft und hinterhältig geschah? Oder erfolgte die Durchsage nach dem tödlichen Schuss auf den Angreifer? In der neuen Pressemitteilung wird dazu jedenfalls nichts mehr erwähnt.

Zudem soll der Angriff äußerst brutal zum Gesicht der jungen Polizistin erfolgt sein. Nach Informationen des „Focus“ soll der Angreifer der 22-Jährigen dabei die Backe durchstochen haben.

AfD-Bundesvorsitzender Jörg Meuthen fragt angesichts der neuen Informationen zu den Hintergründen:

Sollte sich dieser Tathergang bewahrheiten, dann wird über die Motivlage des Täters zu diskutieren sein: Warum greift er eine weibliche Polizistin unvermittelt mit dem Messer an, dies offensichtlich ohne jeden äußeren Anlass?“

(Jörg Meuthen, AfD, Bundessprecher)

Meuthen verweist dabei auf Frankreich, wo solche Angriffe ohne Anlass auf Polizisten in der Regel als „Terror-Attacke“ eingestuft würden.

Der AfD-Bundesvorsitzende merkte an, das dadurch „unschuldige Opfer unter den Sicherheitskräften des Landes“ produziert und damit „Angst und Schrecken im ganzen Land“ verbreitet werden soll. Man müsse über die „enorme Gefahr für ALLE Polizisten in unserem Land“ diskutieren, die ganz offensichtlich eine „gut sichtbare Zielscheibe für Terroristen“ seien. Meuthen verweist dazu auch auf die Problematik um „illegal ins Land eingewanderte Terroristen“.

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