Russischer Außenminister Lavrow zu Marinezwischenfall mit der Ukraine: Provokation durch die Ukraine + Video

Nachdem drei ukrainische Kriegsschiffe, die nach russischer Darstellung unangekündigt in der Meerenge von Kertsch manövrierten, vom russischen FSB aufgebracht und beschlagnahmt wurden, will der ukrainische Staatschef Poroschenko das Kriegsrecht verhängen.
Von 26. November 2018

In einer Stellungnahme bezeichnete der russische Außenministers Sergei Lavrow den Zwischenfall in der Meerenge von Kertsch, wo Russland drei ukrainische Kriegsschiffe beschlagnahmte, die dort unangekündigt manövrierten, den gesamten Vorgang als Provokation durch die Ukraine.

Der ukrainische Staatschef will jetzt für 60 Tage das Kriegsrecht verhängen, wie er angab, zur Stärkung der Abwehrbereitschaft der Ukraine. Dem muss das ukrainische Parlament noch am Nachmittag des 26. Novembers zustimmen, damit es in Kraft treten kann.

Lavrow sagte in dem Interview, dass Poroschenko damit den faschistischen und supranationalistischen Kräften in der Ostukraine das Tor weit geöffnet habe, um aggressiv gegen die Separatisten und oppositionelle Kräfte im eigenen Land vorzugehen. Das könne man schon an dem von Russland als „zurückhaltend“ empfundenen Einsatz der ukrainischen Polizeikräfte ablesen, als die russische Botschaft von Demonstranten am Wochenende attackiert wurde.

Lavrow rief die westlichen Unterstützer der Ukraine dazu auf, die Regierung in Kiew zur Mäßigung anzuhalten. An anderer Stelle ließen diplomatische Kanäle der russischen Föderation andeuten, dass man das Ganze auch als Wahlkampfmanöver von Poroschenko betrachten könne. Wenn man den Umfragen trauen kann, dann liegen dessen Zustimmungswerte in der Ukraine gerade noch bei knapp 8 Prozent.

Zu dem Vorfall selbst äußerte sich Lavrow nur dahingehend, dass die Maßnahme zur Sicherung der ungefährdeten Schifffahrt notwendig gewesen sei und die zuständigen Behörden des Grenzschutzes schon alles Notwendige dazu gesagt hätten.



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