Assad-Truppen nehmen strategisch wichtige Stadt im Nordwesten Syriens ein

Epoch Times8. Februar 2020 Aktualisiert: 8. Februar 2020 15:59
Die syrischen Regierungstruppen haben nach Angaben des Staatsfernsehens die strategisch wichtige Stadt Sarakeb in der Provinz Idlib eingenommen. Die Stadt liegt an der Kreuzung der beiden wichtigsten Autobahnen des Landes.

Syrische Regierungstruppen haben eine strategisch wichtige Stadt in der umkämpften Rebellenprovinz Idlib eingenommen. Die Streitkräfte des syrischen Machthabers Baschar al-Assad hätten die Kontrolle über Sarakeb im Nordwesten des Landes übernommen, berichtete das syrische Staatsfernsehen am Samstag. Die Türkei entsandte unterdessen zusätzliche Truppen nach Idlib und drohte Damaskus für den Fall eines erneuten Angriffs auf türkische Stellungen mit Vergeltung

Idlib ist die letzte Hochburg islamistischer Rebellen in Syrien. Assad ist entschlossen, die Region wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Sein wichtigster Verbündeter ist Russland, während die Türkei in dem Konflikt die Rebellen unterstützt.

Intensive Luftangriffe auf Idlib

Im Staatsfernsehen waren am Samstag Bilder der nach wochenlanger Bombardierung menschenleeren Straßen Sarakebs zu sehen. Nach den intensiven Luftangriffen der vergangenen Wochen liegen ganze Städte in Idlib verlassen da, hunderttausende Menschen flohen nach UN-Angaben seit Anfang Dezember.

Sarakeb liegt an der Kreuzung der beiden wichtigsten Autobahnen des Landes. Die M5 verbindet die Hauptstadt Damaskus mit der zweitgrößten syrischen Stadt Aleppo, während die M4 Aleppo an die Küstenstadt Latakia anbindet. Die Regierung will die Autobahnen zurückerobern, um die seit dem Kriegsbeginn vor neun Jahren zusammengebrochene Wirtschaft wiederzubeleben.

Am Freitag meldeten Aktivisten, dass die Regierungstruppen den gesamten Abschnitt der M5 in der Provinz Idlib im Nordwesten des Landes eingenommen hätten. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, fehlt den Regierungstruppen nur noch ein 30 Kilometer langer Streckenabschnitt der M5 in der Nachbarprovinz Aleppo, bevor sie die gesamte Autobahn kontrollieren.

Situation zwischen Syrien und der Türkei angespannt

Auch fast die Hälfte der Provinz Idlib steht demnach unter der Kontrolle von Assads Truppen. Ende Januar hatten sie bereits die zweitgrößte Stadt der Provinz, Maaret al-Numan, erobert. Russische Streitkräfte flogen am Samstag nach Angaben der Aktivisten erneut Luftangriffe auf die Rebellen, insbesondere im Westen der Provinz Aleppo.

Die Situation zwischen Assads Truppen und der türkischen Armee in Idlib hatte sich in den vergangenen Tagen zugespitzt. Syrische Regierungsstreitkräfte beschossen türkische Stellungen, dabei wurden acht türkische Soldaten und Zivilisten getötet. Ankara reagierte mit Vergeltungsangriffen, bei denen mindestens 13 syrische Soldaten getötet wurden. Es handelte sich um die heftigsten Gefechte, seit die Türkei im Jahr 2016 Truppen in das Nachbarland entsandte.

Die Türkei und Russland hatten im September 2018 ein Abkommen geschlossen, um in Idlib eine großangelegte syrische Offensive gegen die von der Türkei unterstützten islamistischen Milizen zu verhindern. Im Zuge dessen richtete die türkische Armee zwölf Beobachtungsposten in der Region ein, von denen drei nach türkischen Angaben inzwischen von syrischen Truppen eingekreist sind.

Erdogan stellt Damaskus Ultimatum

Seit Freitag hat die Türkei 350 zusätzliche Militärfahrzeuge in die Region zum Schutz ihrer Stellungen entsandt, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Das türkische Verteidigungsministerium drohte am Samstag mit einem Gegenangriff, sollten seine Posten erneut angegriffen werden. In diesem Fall werde die Türkei dem „Recht auf Selbstverteidigung“ entsprechend „auf stärkste Weise“ reagieren, erklärte das Ministerium im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Damaskus ein Ultimatum bis Ende Februar für den Rückzug von türkischen Stellungen gestellt. Er rief zudem Moskau auf, Druck auf die syrische Regierung auszuüben. Eine russische Delegation wurde am Samstag zu Gesprächen mit türkischen Regierungsvertretern erwartet. (afp/so)

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Wer hat die Weltherrschaft? Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Immer klarer wird, dass die Geschichte der Menschheit nicht so ablief, wie sie heutzutage gelehrt wird. Das Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ gibt die lange gesuchten Antworten.

„Kapitalismus abschaffen“? „Wohnungsgesellschaften enteignen“? Familie auflösen? Keinen Wohlstand und keine Kinder mehr wegen des Klimas? Frühsexualisierung? Solche Gedanken sind in Politik, Medien und Kultur populärer denn je. Im Kern drücken sie genau das aus, was einst schon Karl Marx und seine Anhänger der gesamten Menschheit aufzwingen wollten.

Der Kommunismus hat im 20. Jahrhundert hunderte Millionen Menschen physisch vernichtet, heute zielt er auf ihre Seelen. Bei vielen Menschen blieb glücklicherweise die der menschlichen Natur innewohnende Güte erhalten – was den Menschen die Chance gibt, sich vom Einfluss des „Gespenst des Kommunismus“ zu befreien.

Hier weitere Informationen und Leseproben.

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6, Drei Bände 1-3: 978-3-9810462-6-7. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

Bestellmöglichkeiten: Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich in unserem neuen Online-Buch-Shop, bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Das Buch gibt es auch als E-Book und als Hörbuch

Das E-Book gibt es in den Formaten PDF, EPUB oder MOBI. Das Hörbuch bieten wir im MP3-Format zum Download an. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. E-Books und Hörbücher sind in unserem neuen Online-Buch-Shop oder direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]