Duma, Syrien.Foto: STRINGER/AFP/Getty Images

Dreier-Gespräche zum Syrien-Konflikt in Moskau begonnen

Epoch Times28. April 2018 Aktualisiert: 28. April 2018 13:58
In Moskau haben am Samstag Gespräche zwischen Russland, dem Iran und der Türkei zum Syrien-Konflikt begonnen. Russlands Außenminister Lawrow empfing seinen türkischen Kollegen Cavusoglu und seinen iranischen Kollegen Sarif. 

In Moskau hat am Samstag das Dreier-Treffen der Außenminister von Russland, des Iran und der Türkei zum Syrien-Konflikt begonnen.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow empfing seinen türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu und seinen iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif zunächst getrennt voneinander zu bilateralen Gesprächen. Anschließend gab es eine Dreier-Runde.

Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund des mutmaßlichen Chemiewaffenangriffs am 7. April in Syrien statt, für den der Westen Syrien verantwortlich macht.

Lawrow betonte bei seinem Treffen mit Cavosuglu die „große Bedeutung“, die der russische Präsident Wladimir Putin und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan der Verbesserung der Beziehungen ihre Länder beimessen.

Cavusoglu seinerseits sprach von einer gewachsenen „Atmosphäre des Vertrauens“. Russland und die Türkei seien bei der Lösung der Syrien-Frage „ernsthaft vorangekommen“, fügte der türkische Chefdiplomat hinzu. Nun müsse diskutiert werden, welche weiteren Schritte gegangen werden könnten.

Der iranische Minister Sarif sagte, die gemeinsame Arbeit der drei Länder habe „zum Sieg über die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat geführt“.

Moskau und Teheran unterstützten im Syrien-Konflikt die Regierung von Staatschef Baschar al-Assad. Zusammen mit Ankara bemühen sich die Regierungen seit mehr als einem Jahr im Dreier-Format um eine politische Lösung in dem Konflikt.

Mehrere Gesprächsrunden unter Einbindung der Konfliktparteien in der kasachischen Hauptstadt Astana brachten bislang aber keinen durchgreifenden Erfolg. Parallel dazu bemüht sich die UNO in Genf um eine politische Lösung für Syrien.

Zum Schutz der Zivilbevölkerung hatten der Iran, die Türkei und Russland die Einrichtung von Deeskalationszonen vereinbart, in denen eine Waffenruhe zwischen Rebellen und Regierungstruppen gelten soll.

Allerdings wurden diese Waffenruhen kaum eingehalten. In der Deeskalationszone in Ost-Ghuta östlich von Danaskus waren die Rebellen nach einer wochenlangen Offensive der Regierungstruppen zum Abzug gezwungen. (afp)


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