Iranische Drohnen des Typs „Ababil“ als Angriffswaffen ermittelt

Epoch Times16. September 2019 Aktualisiert: 16. September 2019 22:17
Alles darauf hin, "dass die Waffen, die bei beiden Angriffen genutzt wurden, aus dem Iran stammten", erklärte der Sprecher der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition, Turki al-Maliki, am Montag in Riad.

Bei den Angriffen auf zwei Öl-Anlagen in Saudi-Arabien sind nach Angaben der im Jemen kämpfenden Militärkoalition Waffen aus dem Iran zum Einsatz gekommen. Bei der noch laufenden Untersuchung deute alles darauf hin, „dass die Waffen, die bei beiden Angriffen genutzt wurden, aus dem Iran stammten“, erklärte der Sprecher der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition, Turki al-Maliki, am Montag in Riad.

Erste Ermittlungen wiesen darauf hin, dass Drohnen des Typs „Ababil“ aus dem Iran eingesetzt worden seien, wie der Nachrichtensender Al-Arabija meldete. Die Angriffe seien jedoch nicht von jemenitischem Boden aus gestartet worden.

Saudi-Arabien will nun die Vereinten Nationen und internationale Experten einladen, sich an den Ermittlungen zu den Angriffen auf wichtige Ölanlagen des Königreichs zu beteiligen.

Die mutmaßlichen Drohnenangriffe auf zwei Anlagen des Staatskonzerns Aramco in Abkaik und Churais im Osten Saudi-Arabiens waren am Samstag erfolgt. Zu den Attacken bekannten sich die Huthi-Rebellen aus dem Nachbarland.

Die USA machten jedoch den Iran verantwortlich. „Der Iran hat einen beispiellosen Angriff auf die globale Energieversorgung verübt“, erklärte US-Außenminister Mike Pompeo. Auch US-Präsident Donald Trump twitterte: „Es besteht Grund zu der Annahme, dass wir den Täter kennen.“ Teheran wies die Anschuldigungen entschieden zurück.

Die Huthi-Rebellen drohten am Montag mit weiteren Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien und forderten Ausländer auf, sich von den Anlagen fernzuhalten. Die saudiarabische Führung müsse damit rechnen, dass die Huthis mit ihrem „langen Arm“ jeden beliebigen Ort „zu jedem Zeitpunkt“ erreichen könnten, erklärte ihr Sprecher Jahja Sari. Ausländer sollten sich in den Anlagen nicht aufhalten, „weil sie weiter in unserer Reichweite sind und erneut ins Visier genommen werden könnten“.

Die Huthi-Rebellen hatten in den vergangenen Monaten mehrere Raketen- und Drohnenangriffe auf das Nachbarland Saudi-Arabien verübt. Im August reklamierten die Huthis einen Angriff auf ein Ölfeld im Osten des Königreichs für sich. Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. (afp/dpa/sua)

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