Golf-Legende Bernhard Langer ist vorzeitig beim Masters in Augusta ausgeschieden.Foto: Chris Carlson/AP/dpa/dpa

Aus für Mister Masters: Langer fehlt die Vorbereitung

Epoch Times10. April 2021 Aktualisiert: 10. April 2021 2:16
Wenn Bernhard Langer nach Augusta kommt, spielt der Golf-Veteran gerne groß auf. Diesmal kommt das Masters zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Für den zweimaligen Sieger ist nach zwei Runden Schluss.

Rückenprobleme, Knieschmerzen, fast fünf Wochen nicht gespielt – am Ende war das auch für Bernhard Langer bei seinem geliebten Masters einfach zuviel.

Gehandicapt von den widrigen Umständen scheiterte der deutsche Golf-Routinier in Augusta am Cut und schied vorzeitig aus. Der 63-jährige Anhausener spielte eine missglückte 77er-Runde und verpasste beim traditionsreichen Major-Turnier mit insgesamt 151 Schlägen als 71. die beiden Schlussrunden am Wochenende. Am Vortag hatte Langer noch auf dem 30. Rang gelegen, die besten 54 Golfer kamen weiter.

Damit konnte Langer nicht an seine starke Vorjahresleistung anknüpfen. Vor 147 Tagen, als das Masters wegen der Corona-Krise ausnahmsweise im November ausgetragen wurde, hatte er noch einen Rekord aufgestellt: Als ältester Spieler der Geschichte hatte der Routinier damals den Cut an der Magnolia Lane geschafft.

Dieses Jahr hatte der Masters-Sieger von 1985 und 1993 wegen Rückenproblemen und Knieschmerzen die vergangenen fünf Wochen kaum trainieren können und war quasi ohne Vorbereitung zum ersten Major-Turnier des Jahres gereist. Das machte sich am zweiten Tag auf dem Par-72-Platz bemerkbar. Der in Florida lebende Golf-Senior kam nur auf ein Birdie. Demgegenüber leistete sich Langer an sechs Löchern Schlagverluste.

Langer war jedoch in guter Gesellschaft: Etliche Favoriten scheiterten auf der malerischen Anlage im US-Bundesstaat Georgia nämlich ebenfalls am Cut. So schieden unter anderem Vorjahressieger Dustin Johnson, dessen amerikanischer Landsmann Brooks Koepka (beide 149 Schläge) und Rory McIlroy aus Nordirland (150) aus.

„Das war nicht so gut, vor allem mit dem Putter. Insgesamt sechsmal in zwei Runden drei Putts zu benötigen, darf man sich einfach nicht leisten“, sagte der enttäuschte Weltranglistenerste Johnson.

Olympiasieger Justin Rose konnte seine Führung mit einer soliden 72er-Runde und insgesamt 137 Schlägen knapp behaupten. „Dieser Ort inspiriert mich. Ich liebe es, hier auf dem Gelände zu sein. Es ist ein Golfplatz, den ich besser zu spielen weiß als jeden anderen“, sagte der 40-jährige Engländer. Ärgste Verfolger von Rose, der 2013 bei der US Open schon ein Major gewinnen konnte, sind nach dem zweiten Tag die beiden Amerikaner Will Zalatoris und Brian Harman (beide 138).

Dank seiner beiden Masters-Erfolge genießt Langer ein lebenslanges Startrecht bei dem mit 11,5 Millionen Dollar dotierten Major-Turnier. Er schlug in diesem Jahr zum 38. Mal auf dem Augusta National Golf Club ab. Der zweimalige Major-Sieger Martin Kaymer aus Mettmann hatte sich dagegen nicht für das Masters qualifizieren können. Auch der fünfmalige Masters-Champion Tiger Woods fehlte im Starterfeld in Augusta nach seinem heftigen Autounfall Ende Februar.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr sind dieses Mal wieder Zuschauer auf der Masters-Anlage im US-Bundesstaat Georgia zugelassen – jedoch deutlich weniger als sonst und mit Maskenpflicht und Abstandsregeln. (dpa)


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