Analyse: Warum die KP Chinas hart gegen Promis vorgeht

Von 2. September 2021 Aktualisiert: 3. September 2021 7:24

Beim folgenden Beitrag handelt es sich um den Originaltext zum Video „Insider erklärt: Warum die KP Chinas hart gegen Promis vorgeht“ vom YouTube-Kanal NTD-Deutsch. Epoch Times hat keine redaktionellen Änderungen vorgenommen. 

Chinesische Prominente und Online-Fans sind aktuell im Visier der KP Chinas: Prominente verschwinden aus dem Internet, Konten in sozialen Netzwerken werden geschlossen. Insider vermuten, dass diese Maßnahmen politisch motiviert sind.

Peking hat der Verehrung von Idolen den Kampf angesagt – als Teil eines breiteren Vorgehens gegen chinesische Prominente.

Am Freitag, dem 27. August, gab die chinesische Regulierungsbehörde Cyberspace Administration of China, abgekürzt CAC, eine Liste heraus, auch bekannt als „zehn Regeln“. Eine Regel verbietet Online-Listen, die Prominente nach ihrer Popularität einstufen.

Das Originalvideo von NTD Deutsch: 

Die Liste enthält neun weitere Maßnahmen zur Kontrolle der Fan-Kultur von Prominenten, die behördlich als „chaotisch“ gilt.

Am Samstag, dem 28. August, kündigte die Anti-Korruption-Aufsichtsbehörde der KP Chinas, abgekürzt CCDI, an, gegen das sogenannte „schockierende“ Verhalten chinesischer Promis vorzugehen.

Bereits am Donnerstag davor wurde einer der bekanntesten Stars Chinas, Vicki Zhao Wei, aus dem Internet verbannt.

Die prominente Schauspielerin Zheng Shuang wurde wegen eines Steuerskandals zu einer Geldstrafe von 46 Millionen US-Dollar verurteilt.

Insider sagen, dass Pekings Vorgehen gegen Prominente politisch motiviert sei.

[Das Ziel dieser Aktion ist], die öffentliche Meinung strenger zu kontrollieren, insbesondere vor dem 20. Parteitag der KP Chinas“, so Gao Yu, Journalistin und Regimekritikerin.

Der nächste Führungswechsel der KP Chinas ist im Herbst 2022 geplant. Für den Parteivorsitzenden Xi Jinping ist dies ein kritischer Zeitpunkt, denn es wird sich zeigen, ob er für eine dritte Amtszeit an der Macht bleiben kann.

Gao Yu sagt, um das sicherzustellen, sei der erste Schritt die Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Und das geschieht durch die Regulierung der Pop-Kultur.

„Die Unterhaltungsindustrie ist wie ein ‚Windmesser‘, der einen großen Einfluss auf die Gesellschaft hat“, erklärt Gao Yu.

In einer kürzlich gehaltenen Rede rief Chinas KP-Chef Xi Jinping zu dem auf, was er „gemeinsamen Wohlstand“ nannte, genauer gesagt: „Aufteilung des Wohlstands“.

Hinter diesem Satz scheint sich ein neuer Angriff auf Chinas Wohlhabende zu verstecken. Und dieses Mal zielt er auf Chinas Prominente ab.

Ein Insider der KP, Herr Chen, sagt, dass das Vorgehen durch die innere Finanzkrise Pekings befeuert wurde. Um seine Identität zu schützen, nennen wir nur seinen Nachnamen.

„Die Prominenten haben sehr viele Fans, sie haben riesige Werbeeinnahmen, usw. Von ihnen kann [das Regime] eine große Summe Geld bekommen, um die zentrale Finanzkrise zu lösen“, so Chen.

Chinesische Prominente sind in den letzten Wochen zunehmend ins Visier geraten. Unter anderem wurde der Superstar, Sänger und Schauspieler Kris Wu nach Vergewaltigungsvorwürfen verhaftet und inhaftiert. Seitdem wurde seine Internetpräsenz weitgehend gelöscht. Wu ist kanadischer Staatsbürger, er hat seine Karriere in China gemacht.

Ein chinesischer TV-Moderator, Qian Feng, wurde ebenfalls der Vergewaltigung beschuldigt.

Einem anderen Star, Zhang Zhehan, wird vorgeworfen, China beleidigt zu haben, nachdem er für Fotos am Yasukuni-Schrein, einer Kriegsgedenkstätte in Japan, posiert hatte. Seine Filme und Fernsehserien wurden ebenfalls aus dem Internet genommen.

Die Aktion der Kommunistischen Partei Chinas signalisiert, dass [die Behörden] den Prominenten ihren Reichtum wegnehmen wollen. Zuerst schüren sie öffentlichen Hass gegen sie. Dann wird ihnen von der Zentralregierung eine hohe Geldstrafe auferlegt“, so der Insider.

Pekings hartes Vorgehen gegen Prominente ist kein Einzelfall. Zuvor sind die Behörden bereits gegen andere Branchen in den Bereichen Bildung, Technologie und Wirtschaft vorgegangen.



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