Ist die Kultur Chinas noch zu retten?Foto: AFP PHOTO/LIU JIN

Der Unterschied zwischen traditioneller und gegenwärtiger Kultur Chinas

Von 1. Januar 2012 Aktualisiert: 1. Januar 2012 19:15

Seit alten Zeiten glauben die Chinesen daran, dass göttliche Wesen über viele Dynastien hin Chinas reiche Kultur an die Menschen übermittelt haben.

Insbesondere die drei Hauptreligionen: der Konfuzianismus, Buddhismus und Daoismus sind das Herzstück dieses Erbes. Sie haben Spiritualität und Glauben erweckt, indem sie den Respekt für die Werte wie Güte, Gerechtigkeit, Höflichkeit und Weisheit hervorgebracht haben.

Mit seinen atheistischen Wurzeln jedoch ist das gegenwärtige kommunistische Regime in China bestrebt, diese Werte und den Glauben zu untergraben, weil es befürchtet, dass der Glaube an das Göttliche den Gehorsam gegenüber der Partei schwächen könnte. Es wurden verschiedene Kampagnen gestartet, die kulturellen und religiösen Stätten zerstört und die Chinesen dazu gezwungen, ihre Philosophie des „Kampfes gegen den Himmel, die Erde und den Kampf der Menschen untereinander“ anzunehmen.

Obwohl Kampfkünste in Filmen zu sehen sind, die Programme der Konfuzius-Institute, welche in vielen Ländern eröffnet wurden und obwohl man Darbietungen und Ausstellungsstücke sehen kann, die die traditionelle Kleidung oder Legenden veranschaulichen – es fehlt an einer grundlegenden Zutat – einer Zutat, die die chinesische Kommunistische Partei seit Jahrzehnten versucht, zu zerstören: die Tradition der spirituellen Selbstdisziplin und die Ehrfurcht vor dem Göttlichen.

Die kommunistische Ideologie behauptet, dass die Menschen „mit dem Himmel, der Erde und gegeneinander kämpfen“ müssen und konzentriert sich dabei auf den sogenannten Klassenkampf. Sie sieht die traditionelle chinesische Kultur, die vom buddhistischen, taoistischen und konfuzianischem Glauben her stammt, als einen ihrer größten Rivalen. Für  das Überleben der Kommunistischen Partei war es daher zwingend erforderlich, dass sie ihre eigene Kultur entwickelte. Sie ersetzte traditionelle Leitgedanken durch ihre eigene gewalttätige Ideologie und veränderte die Künste in ein Propaganda-Werkzeug. Auf diese Weise sucht sie die Macht des Regimes aufrecht zu erhalten.

Seitdem die chinesische Kommunistische Partei im Jahr 1949 durch die gewaltsame Revolution an die Macht kam, ist der „Klassenkampf“ einer ihrer Leitsätze. Verschiedene Bewegungen sind ins Leben gerufen worden, mit denen versucht wird, verschiedene Gruppen oder Ideologien auszurotten, die von der Partei als Bedrohung wahrgenommen werden.

Die Bewegung zur „Unterdrückung der Konterrevolutionäre“ zu Beginn der 1950er Jahre hatte zum Ziel, die traditionellen chinesischen Religionen des Buddhismus und Taoismus zu zerstören. Da die Partei offiziell ein marxistisch-atheistisches Regime ist, lief die Religion der Herrschaft des Regimes direkt zuwider und wurde als eine Bedrohung angesehen, durch die sich die Herzen und das Bewusstsein der Massen gegenüber der Partei versagen. Die „Anti-Rechtsbewegung“ von 1957 nahm Intellektuelle ins Visier, weil sie die Absichten der Partei leicht prüfen und entlarven konnten. Diese beiden Bewegungen erfolgten auf direkten Befehl der Partei und führten zum Massaker an den kulturellen Eliten Chinas. Somit wurde der Weg geebnet, die traditionelle chinesische Kultur durch die Kultur der Kommunistischen Partei zu ersetzen.

Die Kulturrevolution (1966-1976) war für Chinas traditionelle Kultur eine Katastrophe. Während dieser beispiellosen massiven politischen Bewegung wurde die 5.000 Jahre alte Kultur Chinas fast vollständig ausgerottet. Alte Relikte, Antiquitäten, Kalligraphie, Gemälde, klassische Bücher und Schriften wurden verbrannt. Tempel und Statuen wurden in Schutt und Asche gelegt. Millionen verloren ihr Leben. Chinas traditionelle Feiertage, Anstandsregeln, Arten der Unterhaltung und die Kultur an sich werden niemals wieder so sein wie füher, das ist gewiss.

 



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion