Warum Sie Apfelkerne regelmäßig mitessen sollten

Von 28. Juli 2019 Aktualisiert: 28. Juli 2019 19:24
Es gibt sie, die Menschen, die Äpfel samt Kerngehäuse und Stängel essen. Die Gerüchte um die tödliche Blausäure in Apfelkernen scheint dieser Freude nicht zu schaden. Zugegebenermaßen gibt es keine dokumentierten Todesfälle nach dem Konsum von Apfelkernen. Stattdessen wurde deren positive Wirkung belegt.

Forscher der Technischen Universität Graz belegten kürzlich, ein Apfel habe zusätzlich zu den Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen 100 Millionen Bakterien in sich, welche der Gesundheit nützlich sein könnten.

Wenn die Vorzüge des hohen Pektin-Gehalts der Schale dazu gezählt werden, ist klar, warum der Spruch: „An apple a day keeps the doctor away“, weltweite Zustimmung findet. Apfelpektin schützt die Darmwand und bindet Bakteriengifte die Beschwerden wie Durchfall verursachen.

Ein Tipp: Apfelpektin ist einfach und schnell selbst herzustellen. Es dient in der Küche als Geliermittel, um beispielsweise den Zuckergehalt in der Konfitüre zu reduzieren.

Heimat der Bakterien – Apfelbutzen

Menschen, die das Apfelgehäuse nicht mitessen, würden zehnmal weniger Nützlinge aufnehmen, als diejenigen die den Apfel samt Gehäuse und Stängel verzehren – so hieß es in der „Frontiers in Microbiology“ erschienen Studie. Untersuchungen haben ergeben, dass sich die Zusammensetzung des Apfels sich sogar im Inneren voneinander unterscheide. Daher könne Schale, Kern und Fruchtfleisch in ihren Wirkungsspektren auf den Körper nicht miteinander verglichen werden.

Unter die Lupe genommen wurde der steirische Arlet-Apfel. Dieser sei in sechs Mikrohabitate unterteilt worden: Stiel, Schale, Kern, Fruchtfleisch, der untere Bereich sowie der obere Bereich des Apfels. Die Bakterienpräsenz würde sich folgendermaßen darstellen: Samen hätten etwa 38 Millionen Bakterien, der untere Teil 22 Millionen und der obere 10 Millionen.

Das Fruchtfleisch enthält etwa 20 Millionen bakterielle Zellen, während die Schale für nur 1,6 Millionen Mikroben ein Zuhause biete. Die bisherige Vermutung, Samen seien innen steril, sei somit widerlegt.

In diesem Fall bestätigt: Bio-Äpfel sind vollwertiger

Der Zusammenhang zwischen qualitativen Nährboden und dem Anstieg der Diversität war nachweisbar. Die Wissenschaftler der TU Graz verglichen ebenfalls Bioäpfel mit konventionellen Früchten. Ergebnis: das Mikrobiom von Bio-Äpfeln sei wesentlich ausgeprägter.

In den herkömmlichen Apfelproben wurde stattdessen Escherichia-Shigellen, die bekanntlich Durchfall und Darmerkrankungen verursachen können, gefunden. Biologische Äpfel waren davon nicht betroffen. Ganz im Gegenteil, hier waren zusätzlich Nützlinge, wie probiotische Bakterien, Lactobazillen, vorhanden.

Krebsprophylaxe – Apfelkerne essen

Carotinoide und Flavonoide sind für die Senkung des Krebsrisikos verantwortlich. Darüber hinaus beinhalten Apfelkerne große Mengen an B17 – auch als Laetri oder Amygdalin bekannt. Neuesten Forschungsergebnissen zufolge sei dies eine Substanz, die vorbeugend gegen Darmkrebs schütze, indem sie die Darmflora ausbalanciert. Laetri würde das Wachstum von präkarzeriösen- bzw. Tumorzellen verlangsamen.

Ein B17-Mangel kann ernste Konsequenzen haben. Der Körper benötigt Laetril für das Wachstum, die Zellteilung und Blutbildung. Besonders Schwangere und Vegetariern wird empfohlen, der B17-Aufnahme besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Hype um B17 gegen Krebszellen

Der Amerikaner Dr. Ernst T. Krebs trieb unter anderem durch Selbstversuche die Forschung bezüglich Heilkraft von B17 bei Krebserkrankungen voran. Der Wissenschaftler vertrat die Meinung, Krebserkrankungen seien Stoffwechselerkrankungen. Ebenso wie beim ausgeprägten Mangel an Vitamin C, welcher die Krankheit Skorbut zur Folge habe, bekäme man Krebs bei einem Vitamin B 17-Mangel.

In den 70er Jahren war ein regelrechter Boom rund um die Krebstherapiebehandlung mit Amygdalin ausgebrochen. Die Forschungen von Dr. K. Sugiura (vom Krebsforschungszentrum Sloan Kettering Memorial Hospital, New York) entstanden in dieser Zeit und sie belegte die Wirkung von B17 auf die Krebszellen. Damals eröffnete der Mediziner Dr. Hans Nieper die weltweit größte Laetrile-Praxis in Hannover.

Heutzutage gibt es in Deutschland kein zugelassenes Arztbeimittel mit Amygdalin, da die Diskussion rund um das giftig-sein nicht aufhören wollte. Als Nahrungsergänzungsmittel ist es in Österreich erlaubt.

 

 

 

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