Der Leviathan muss gestoppt werden

Die letzten drei Jahre waren ein Lehrstück in Tyrannei. Ein mächtiger Hegemon aus Regierung, Medien, Technologiekonzernen und medizinischer Elite übernahm die Kontrolle über die meisten Nationen und setzte sich über die Gesetze, Traditionen und Bräuche von Milliarden von Menschen hinweg. Am Ende dieses großen Experiments sehen wir nichts als Verwüstung.
Teilnehmer einer Demonstration gegen Corona-Einschränkungen sind in der HAmburger Innenstadt unterwegs.
Teilnehmer einer Demonstration gegen Corona-Einschränkungen sind in der Hamburger Innenstadt unterwegs.Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
Von 9. Februar 2023

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Aber das ist nicht das, was sie sehen. Was sie sehen, ist eine Chance und ein Weg in die Zukunft. Deshalb gibt es auch keine Entschuldigungen, keine Reformen und keine Aufarbeitung. Es gab ein paar schwache Äußerungen, dass nicht alles so gelaufen ist, wie es laufen sollte. Aber auch das waren nur wenige.

Alles in allem waren die letzten drei Jahre die erfolgreichste Machtausübung auf globaler Ebene, die es je gegeben hat – wenn wir mit erfolgreich meinen, dass der Transfer des Reichtums von den Bauern zu den Eliten und die Kontrolle einer herrschenden Klasse über die gesamte Bevölkerung in kürzester Zeit dramatisch zugenommen haben.

Was als Seuchenpanik begann, war damit erfolgreicher als alle Ketzerverfolgungen des Mittelalters, alle Säuberungen der frühen Neuzeit und alle Kriege unserer Zeit. Es war genial und außerordentlich wirksam. Deshalb werden sie es natürlich wieder versuchen und auf dieser Episode aufbauen, um immer mehr zu erreichen. Alle Siege, die wir scheinbar errungen haben – die Rücknahme der Impfpflicht, die erfolgreichen Gerichtsverfahren, die Meinungsumfragen, die zeigen, dass die Menschen wütend sind – müssen in diesem Licht verstanden werden.

Es wird weitere geben, und sie werden institutionalisiert werden. Die Weltgesundheitsorganisation arbeitet gerade daran, die schlimmsten Lockdowns und Auflagen zu institutionalisieren und zu kodifizieren, indem sie die globale Krankheitsüberwachung durch Technologie ergänzt. Die Zentralbanken der Welt arbeiten an einer digitalen Währung – mit dem einzigen Ziel, die gesamte Finanz- und Wirtschaftswelt zu kontrollieren. Das Weltwirtschaftsforum (WEF) ist eine offene Verschwörung, die darauf abzielt, einen Großteil des Fortschritts von Hunderten Jahren abzubauen und ihn durch eine dystopische Vision universeller Willkür zu ersetzen.

Infolgedessen war die Kluft zwischen dem, was wir sehen, und dem, was sie sehen, noch nie so groß wie heute. In den Tagen der Occupy-Wall-Street-Bewegung sorgten die Demonstranten mit der Behauptung für Aufsehen, der größte Teil des gesellschaftlichen Reichtums werde von dem einen Prozent kontrolliert. Die Intuition war gut, aber die Details waren falsch. Das Problem ist nicht der Reichtum an sich. Es ist die Macht, die die sehr Reichen über unser Leben haben. Die Menschen und Institutionen, die heute versuchen, die Welt zu kontrollieren und unser Leben und unsere Freiheiten in jeder Hinsicht zu vereinnahmen – sie sind das wahre eine Prozent.

In der Zwischenzeit haben die Opfer, das heißt die große Mehrheit der Menschheit, keinen Weg nach vorne, geschweige denn einen Plan, wie sie dorthin gelangen könnten. Aus diesem Grund experimentiert Jordan Peterson nun mit der Gründung einer neuen Institution, die einen neuen Weg einschlägt, der auf menschlichen Werten und der alten Idee der Freiheit beruht. Das klingt vielversprechend, und wir sollten alle hoffen, dass es schnell vorangeht.

Er schließt sich damit dem Brownstone Institute, der Epoch Times, vielen Ärzteorganisationen und regimekritischen Wissenschaftlern und Journalisten auf der ganzen Welt an. Wir sind eine winzige Minderheit und haben praktisch keine Mittel im Vergleich zu der Maschinerie, mit der wir es zu tun haben. Aber das macht die Sache nicht hoffnungslos. Wir haben den Vorteil, dass uns die Naivität der Vergangenheit fehlt, und die Werte, die die neuen Dissidenten beseelen, wurden im Widerstand in schwierigen Zeiten geschmiedet.

Die Institutionen, auf die wir uns bei der Verteidigung unserer Freiheiten und Rechte verlassen haben – gemeinnützige Organisationen, Gerichte, Intellektuelle, Wissenschaft, Technik und Medien – haben auf spektakuläre Weise versagt. Wir hatten keine Ahnung, wie viele von ihnen schon vor langer Zeit gefangen genommen worden waren. Wir wussten nicht, dass die Bundespolizei tief in Facebook, Instagram, Twitter und LinkedIn verwurzelt war. Wir wussten nicht, dass sie bereits die Nachrichtenseiten der „New York Times“ und vieler anderer gehackt hatten. Wir dachten, diese Institutionen seien einfach ideologisch voreingenommen. Wir wussten nicht, dass sie zu Werkzeugen des Regimes geworden sind.

Als die Intellektuellen und die gemeinnützigen Organisationen schwiegen, als die Lockdowns, die Vermummungs- und Impfvorschriften kamen, dachten wir, sie hätten nur Angst zu sprechen. Wir dachten nicht, dass ihr Schweigen ein Beweis für eine viel tiefere Korruption war. Sie wurden entweder für ihr Schweigen bezahlt oder erpresst. Wir waren also auf uns allein gestellt und mussten daran arbeiten, neue, prinzipientreue Institutionen wie The Epoch Times und Brownstone aufzubauen.

Leider übersteigen die Ambitionen der alternativen Institutionen bei Weitem ihre derzeitige Reichweite und Solidität. Aber es ist ein Anfang. Und wir stehen wirklich erst am Anfang. Die Gesellschaftsordnung, die wir vor den Lockdowns hatten, ist völlig gescheitert, und das zeigt, dass wir Neues aufbauen müssen, wenn wir die Zivilisation im alten Sinne erhalten wollen.

Die Idee der Freiheit selbst, die Mutter dessen, was wir Zivilisation nennen, reicht weit in unserer Geschichte zurück. Im Westen kam es im 13. Jahrhundert mit der Magna Charta zu einem entscheidenden Moment. Die Botschaft war klar: Es gibt Rechte, die Menschenrechte, die eine Regierung unter keinem Vorwand abschaffen kann. Dieser Anspruch wurde drei Jahre lang grundsätzlich infrage gestellt.

Das Unglaublichste war, dass die Kirchen und andere Gotteshäuser per Regierungserlass geschlossen wurden. Fast sofort begannen die Medien eine große Kampagne gegen das Singen. Das hätte uns alles sagen sollen, was wir wissen müssen. Singen hat eine tiefe metaphorische Bedeutung. In der Schöpfungsgeschichte geht es darum, dass Gott dem ersten Menschen Leben gab, indem er ihm den Lebensatem einhauchte. Singen ist die Art und Weise, wie Menschen Gott danken, indem sie den Atem zum Lobpreis einsetzen. Eine Regierung und eine Medienmaschinerie, die gemeinsam den Lobgesang bekämpfen, bekämpfen das Leben selbst.

Denken Sie auch an die Gemeinschaften, die Widerstand geleistet haben. Es waren nicht die säkularen Eliten, schon gar nicht die Akademiker oder die Wirtschaft. Es waren religiöse Gemeinschaften: die Chassidim, die Amish, die Mormonen, die traditionalistischen Katholiken und später die Evangelikalen. Es stellte sich heraus, dass das Festhalten an einem festen Glauben und das Leben in einer Gemeinschaft von Menschen, die sich ebenfalls zu diesem Glauben bekannten, der beste geistige und intellektuelle Schutz gegen die Ansteckung mit den Mythen war, die der Leviathan täglich auftischte.

Was können wir daraus lernen? Es deutet darauf hin, dass wir, wenn wir dem „Great Reset“ widerstehen wollen, eine Weltanschauung brauchen, die tief in unseren Herzen und Seelen verankert ist, eine Struktur von Überzeugungen, die weit über das bloße Geldverdienen und Konsumieren hinausgeht. Mein bescheidener Vorschlag lautet daher: Wer keinen Glauben hat, sollte sich sofort einen zulegen. Sie brauchen ihn, um sich vor den Lügen der säkularen Eliten zu schützen, die ihre eigene falsche Version von Religion verkaufen.

Darüber hinaus brauchen wir dringend institutionelle Reformen und Revolutionen. Man spricht davon, die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention, das Bildungsministerium, die nationalen Gesundheitsinstitute und das FBI zu reformieren. Vergessen Sie das. Diese Institutionen müssen vollständig aus der Finanzierung gestrichen und entmachtet werden. Sie sind durch und durch korrupt, sodass es keine Hoffnung mehr gibt. Außerdem brauchen wir eine drastische Gesetzesreform. Die Befugnis zur Quarantäne muss abgeschafft werden. Wir brauchen eine Reform des Geldwesens, damit es nicht mehr in den Händen der Federal Reserve liegt. Wir brauchen eine Bildung, die ausschließlich von den Familien und Gemeinschaften kontrolliert wird.

Dies ist wirklich der Notfall, den keiner von uns wollte. Aber jetzt ist er da und wir müssen handeln. Wenn Sie daran zweifeln, denken Sie daran, was in den letzten drei Jahren passiert ist. Es war kein Unfall, es war kein Versehen. Es war ein bewusster Versuch, alles, was Sie lieben, zu demoralisieren und zu zerstören. Dies zu erkennen und zu verstehen ist der erste Schritt, um Maßnahmen zu ergreifen, die diesen Versuch stoppen, das gute Leben, wie wir es kennen, zu beenden.

Zum Autor

Jeffrey A. Tucker ist der Gründer und Präsident des Brownstone Institute und der Autor vieler Tausend Artikel in der wissenschaftlichen und populären Presse sowie von zehn Büchern in fünf Sprachen, zuletzt „Liberty or Lockdown“. Er ist auch der Herausgeber von „The Best of Mises“. Er schreibt eine tägliche Wirtschaftskolumne für The Epoch Times und hält zahlreiche Vorträge zu den Themen Wirtschaft, Technologie, Sozialphilosophie und Kultur.

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten sind die Meinung des Autors und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der Epoch Times wider.

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel: „Leviathan Must Be Stopped“ (deutsche Bearbeitung jw)

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.


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