Flagge von Österreich.Foto: über dts Nachrichtenagentur

INSA-Umfrage: Mehrheit in Österreich für Ende der Russland-Sanktionen

Von 14. August 2022 Aktualisiert: 15. August 2022 10:24
Einer jüngst veröffentlichten INSA-Umfrage zufolge sind bereits zum jetzigen Zeitpunkt 52 Prozent der Befragten in Österreich für ein Ende der Sanktionen gegen Russland. Nur die Anhänger von Grünen und NEOS wollen die Maßnahmen beibehalten.

Der Winter ist noch einige Monate entfernt – dennoch ist die politische Stimmung in Österreich, wenn es um die Russland-Sanktionen geht, bereits zum jetzigen Zeitpunkt gekippt. Wie eine am Freitag, 12. August, veröffentlichte INSA-Umfrage im Auftrag von „exxpress.at“ zeigt, spricht sich mittlerweile eine absolute Mehrheit von 52 Prozent der repräsentativ befragten Österreicher für ein Ende der Maßnahmen aus.

Österreich gegen EU-Kurs – außer Linke und Reiche

Lediglich etwas mehr als ein Drittel der Befragten (35 Prozent) will weiterhin an den Sanktionen festhalten, die von der EU als Reaktion auf die im Westen als „Angriffskrieg“ gelesene russische Militäroffensive verhängt worden waren. Sie versprechen sich davon ein schnelleres Ende der Kampfhandlungen.

Nur unter Anhängern der Grünen (71 Prozent) und linksliberalen NEOS (51 Prozent) finden sich absolute Mehrheiten unter den Befragten, die eine Beibehaltung der Sanktionen befürworten. Eine relative Mehrheit von 47 Prozent für die Aufrechterhaltung der Boykottmaßnahmen findet sich unter den Angehörigen der höchsten Einkommensgruppe. Mit 42 zu 40 Prozent zugunsten der Sanktionsbefürworter sind die Anhänger der ÖVP in dieser Frage gespalten.

Auch 52 Prozent der SPÖ-Anhänger befürworten Ende der Russland-Sanktionen

Demgegenüber lehnen Sympathisanten der FPÖ (83 Prozent), der impfkritischen MFG (80 Prozent) und auch der sozialdemokratischen SPÖ (52 Prozent) eine Fortführung der EU-Sanktionen ab. Mit 53 Prozent ist die Ablehnung der Maßnahmen unter den befragten Frauen sogar noch größer als unter Männern, die zu 50 Prozent wieder normale Wirtschaftsbeziehungen zur Russischen Föderation herstellen wollen.

Österreichs Regierung will im September ein Maßnahmenpaket beschließen, um von der sanktionsbedingten Preisexplosion besonders stark betroffene Haushalte zu entlasten. Wie „oe24.at“ berichtet, soll dazu eine „Strompreisbremse“ zählen, die ein bestimmtes Kontingent Strom für jeden Haushalt zu einem bestimmten Preis zur Verfügung stellt und nur für darüber hinausgehenden Verbrauch den Marktpreis in Rechnung stellt.

Zudem soll es Sonderleistungen im Bereich der Familienbeihilfe, des Familienbonus, des Schulstartgeldes und des Klima- und Antiteuerungsbonus und einen erhöhten Kindermehrbetrag geben.



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