US-Justizminister Bill BarrFoto: Tasos Katopodis/Getty Images

Mueller-Bericht zur Russland-Affäre: William Barr sagt vor US-Justizausschuss aus + Video

Epoch Times1. Mai 2019 Aktualisiert: 1. Mai 2019 18:15
US-Sonderermittler Mueller hat sich Medienberichten zufolge bei Justizminister Barr über dessen Zusammenfassung seines Abschlussberichts zur Russland-Affäre beschwert. Diese erfasse nicht den "vollständigen Kontext, das Wesen und den Inhalt der Arbeit".

US-Sonderermittler Robert Mueller hat sich Medienberichten zufolge bei US-Justizminister Bill Barr über dessen Zusammenfassung seines Abschlussberichts zur Russland-Affäre beschwert.

Wie die „Washington Post“ am Dienstag berichtete, kritisierte Mueller in einem Schreiben an Barr: die vierseitige Zusammenfassung erfasse „nicht vollständig Kontext, Wesen und Inhalt der Arbeit und Schlussfolgerungen des Büros“.

Barr wird aktuell vom Justizausschuss des Senats zum Mueller-Bericht angehört.

Jetzt live: William Barr sagt vor US-Justizausschuss aus

Mueller war fast zwei Jahre lang der Frage nachgegangen, ob es illegale Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland gegeben hatte und ob Trump als Präsident die Justiz behinderte. Hintergrund ist Russlands mutmaßliche Einmischung in den Präsidentschaftswahlkampf 2016. Mueller sprach Trump von dem Vorwurf einer Zusammenarbeit mit den Russen frei – aber nicht von einer möglichen Justizbehinderung.

In seiner vierseitigen Zusammenfassung vom 24. März kam Justizminister Barr zu dem Schluss, dass es auch in der Frage der Justizbehinderung keine ausreichenden Anhaltspunkte für eine Straftat des Präsidenten gebe. Trump sah sich daraufhin von allen Vorwürfen vollständig entlastet.

In seinem Schreiben drei Tage nach Veröffentlichung der Zusammenfassung warf Mueller dem Justizminister vor, dass nun „öffentliche Verwirrung über entscheidende Aspekte unserer Untersuchungsergebnisse herrsche“. Das drohe einen entscheidenden Zweck zu untergraben, für den das Ministerium den Sonderermittler ernannt habe: „Das uneingeschränkte Vertrauen der Öffentlichkeit in das Ergebnis der Untersuchung sicherzustellen.“ (afp/so)


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