Angela Merkel und Aleksandar Vucic während einer Pressekonferenz.Foto: AFP via Getty Images

Merkel fordert rasche Fortschritte im EU-Beitrittsprozess des Westbalkan

Epoch Times14. September 2021 Aktualisiert: 14. September 2021 6:49

Bei ihrer wohl letzten Amtsreise nach Serbien hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Europäische Union zu mehr Entgegenkommen gegenüber den Balkanstaaten beim Beitrittsprozess aufgefordert. Es sei für die EU von „absolut geostrategischem Interesse, diese Länder in die Europäische Union aufzunehmen“, sagte Merkel am Montag bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Serbiens Präsident Aleksandar Vucic.

Einflüsse aus vielen Regionen der Welt würden auf die Staaten wirken und „wenn die EU nicht schnell genug vorankommt, ist man hier auch gezwungen, sich mit anderen Partnern zu arrangieren“.

Merkel lobte die Fortschritte Serbiens und anderer Länder des Balkans, mahnte jedoch weitere Bemühungen an. „Für die Öffnung weiterer Kapitel im Erweiterungsprozess ist es gerade im Bereich des Rechtssystems sehr wichtig, dass hier Fortschritte gemacht werden“, sagte Merkel in Belgrad. Sie wolle zu „weiteren Schritten in Richtung Rechtsstaat, Demokratie und Pluralität der Zivilgesellschaft ermutigen“.

Merkel setzt sich seit Jahren für eine Annäherung des Westbalkans an die EU ein. Bislang haben Albanien, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien den Status von EU-Beitrittskandidaten, Bosnien und Kosovo sind „potenzielle“ Kandidaten. Mit Albanien und Nordmazedonien hätten die offiziellen Beitrittsgespräche längst beginnen sollen. Dass dies wegen des Widerstands anderer EU-Länder bislang nicht geschehen ist, hatte Merkel wiederholt bedauert. (afp/oz)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion