„Schande für unser Land“: Trump kritisiert Interview des Vize-Chefs der FBI-Spionageabteilung scharf

Von 17. Juli 2018 Aktualisiert: 17. Juli 2018 21:38
Der stellvertretende Chef der FBI-Spionageabteilung sagte in der letzten Woche vor dem US-Kongress aus. Tausende Textnachrichten von ihm zeigen starke Vorurteile gegenüber Trump.

US-Präsident Donald Trump erklärte am Wochenende, die Aussage des stellvertretenden Direktors der FBI-Spionageabteilung Peter Strzok vor dem Kongress sei für das Büro und die Vereinigten Staaten eine Schande.

„Ich denke, es ist eine Schande für unser Land. Ich denke, es ist eine absolute Schande“, sagte Trump am 14. Juli 2018 dem Moderator von „CBS Evening News“ Jeff Glor in Schottland.

Peter Strzok leitete die Ermittlungen über die Nutzung eines privaten E-Mail-Servers durch die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton sowie die Untersuchungen zur Abwehr von Spionage bei den angeblichen Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland.

Gleichzeitig schrieb er sich Tausende von Textnachrichten mit seiner Geliebten, der hochrangigen FBI-Anwältin Lisa Page. Die Nachrichten zeigten eine starke Voreingenommenheit gegen den damaligen Präsidentschaftskandidaten Trump und zugunsten der damaligen Präsidentschaftskandidatin Clinton. Einige Beispiele:

„[Trump] wird niemals Präsident werden, richtig? Richtig?!”, schrieb Page in einer ihrer Textnachrichten an Strzok.

„Nein. Nein, wird er nicht. Wir werden das verhindern“, so Strzoks Antwort.

Auf die Nachfrage von Abgeordneten am 12. Juli, wen er mit „wir“ gemeint habe, antwortete Strzok: „Das amerikanische Volk.“

Für Trump war Strzoks Erklärung nicht akzeptabel

„Er hat sich Ausreden einfallen lassen. Ich schätze, von einem Anwalt. Aber alle haben darüber gelacht“, so der Präsident. „Er ist eine Schande für unser Land. Er ist eine Schande für das FBI.”

Trump bleibt dabei: Was auch immer Russland getan habe, um sich in die damaligen Wahlen in den Vereinigten Staaten einzumischen, habe nichts mit ihm zu tun.

Die Russland-Ermittlungen laufen unter der Leitung von Sonderberater Robert Mueller weiter. Mueller klagte vor kurzem zwölf Russen wegen dem Hacken von Daten der Demokraten und wegen Diebstahls von Wählerinformationen an.

Zuvor hatte er 13 Russen und drei Unternehmen angeklagt, die im Verdacht standen, eine Social-Media-Trollfabrik zu betreiben, um vor und während der Präsidentschaftswahl „Misstrauen gegenüber den Kandidaten und dem politischen System im Allgemeinen zu verbreiten“.

Auch klagte Mueller mehrere Personen aus Trumps Wahlkampfteam an, obwohl keine der Anschuldigungen eine Verbindung zu Russland oder eine russische Einmischung nachweisen konnten.

Am 16. Juli traf Trump den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Helsinki, Finnland. Er sagte, die Versuche, ihn mit den russischen Aktivitäten in Verbindung zu bringen, würden Amerikas Beziehung zu Russland schaden. „Wir werden durch diese ganze Treibjagd stark behindert“, sagte Trump. „Ich glaube, sie schadet unseren Beziehungen zu vielen Ländern.“

Das Original erschien in der englischen The Epoch Times (deutsche Bearbeitung von aw).

Originalartikel: Trump: Strzok Interview Was a ‘Disgrace to Our Country’

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