Der haitianische Präsident Jovenel Moise (L) und die haitianische First Lady Martine Moise werden am 23. Mai 2018 im Nationalpalast in Port-au-Prince, Haiti, gesehen.Foto: HECTOR RETAMAL / AFP über Getty Images

Witwe des haitianischen Präsidenten schildert Attentat auf ihren Mann

Epoch Times10. Juli 2021 Aktualisiert: 10. Juli 2021 21:26

Nach der Ermordung des haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse hat dessen Witwe sich erstmals öffentlich zu dem Attentat geäußert. „Ich lebe, aber ich habe meinen Mann verloren“, sagte Martine Moïse in einer Audiobotschaft, die am Samstag im Onlinedienst Twitter veröffentlicht wurde. Die Authentizität der Aufnahme wurde von Haitis Kommunikationsminister Pradel Henriquez bestätigt.

Der Staatschef war in der Nacht zum Mittwoch in seinem Haus in Port-au-Prince erschossen worden. Nach Polizeiangaben war ein Mordkommando aus „26 Kolumbianern und zwei US-Bürgern haitianischer Herkunft“ an dem Attentat beteiligt. Martine Moïse wurde bei dem Anschlag verletzt und zur Behandlung nach Miami ausgeflogen.

„Innerhalb eines Wimpernschlags drangen die Söldner in mein Haus ein und durchlöcherten meinen Mann mit Kugeln (…), ohne ihm auch nur die Chance zu geben, ein Wort zu sagen“, sagte Moïse in der Audiobotschaft. Es dürfe nicht zugelassen werden, „dass sein Blut umsonst vergossen wurde“.

Ihr Mann habe sich für den Ausbau der Infrastruktur und für Wahlen im Herbst eingesetzt, sagte Martine Moïse. „Das ist ein Kampf, den er für uns geführt hat, er muss fortgesetzt werden.“

Nach dem Attentat waren 17 Verdächtige festgenommen und drei weitere erschossen worden. Einige mutmaßliche Komplizen sind nach offiziellen Angaben noch auf der Flucht. Der Anschlag auf den Präsidenten hatte international Furcht vor einem weiteren Abgleiten des von Instabilität und Armut geprägten Karibikstaats in Gewalt ausgelöst. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion