Berlin: Clan-Mitglied (42) verhaftet – Zusammenhang mit Schießerei vom Britzer Damm

Epoch Times28. Januar 2019 Aktualisiert: 28. Januar 2019 18:47
Die Ermittlungen zu einer Clan-Fehde führten nun zur Verhaftung eines 42-jährigen Mannes.

Der eigentliche zugrunde liegende Vorfall fand am 3. September 2018 statt. Zwei rivalisierende Familien-Clans hatten sich eine Schießerei mit anschließender Verfolgungsjagd geliefert.

Am vergangenen Sonntag, 27. Januar, konnten Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin im Zuge der Ermittlungen einen Verdächtigen in Berlin-Neukölln festnehmen. Der 42-Jährige wurde gegen 20 Uhr von Beamten der Berliner Polizei mit Unterstützung von Spezialeinsatzkräften des Landeskriminalamtes verhaftet. Der Haftbefehl lautete auf versuchten Mord. Auch die Wohnung des Mannes und zwei Gaststätten wurden in diesem Zusammenhang durchsucht. Dabei wurden Beweismittel aufgefunden und beschlagnahmt.

Der Beschuldigte wird dringend verdächtigt, am 3. September 2018 kurz nach Mitternacht während einer Verfolgungsfahrt auf der Gradestraße nach einer vorangegangenen Auseinandersetzung im kriminellen Milieu aus einem fahrenden Pkw heraus auf ein Fahrzeug geschossen zu haben.“

(Polizeibericht)

Unbeteiligter zwischen die Fronten geraten

Wie die Polizei weiter meldet, soll der Tatverdächtige mehrere Schüsse aus einer halbautomatischen Pistole abgegeben haben, um den Fahrer eines Fahrzeugs „aus Rache zu töten“. Der 42-Jährige hatte den Mann jedoch irrtümlicherweise für einen der Beteiligten an einem kurz zuvor erfolgten Schusswaffenüberfall auf eine Bar am Britzer Damm gehalten. Einem Bericht der „B.Z.“ nach soll es sich bei dem Verhafteten um das Mitglied einer arabischen Großfamilie handeln.

In der Nacht des 3. September 2018 verließen die beiden arabischen Clan-Mitglieder Ali und Bassim C. gerade die Sportsbar am Britzer Damm, als ein Fahrzeug langsam an ihnen vorbeifuhr. Schüsse fielen. Die beiden Männer (32, 42) brachen schwer verletzt zusammen.

Ein Augenzeuge, offenbar ein Bekannter der Opfer, fuhr in seinem grauen Mercedes den flüchtenden Tätern hinterher. Am Mariendorfer Koppelweg wurde dann von dem verhafteten Tatverdächtigen auf ihn geschossen und seine Heck- und Seitenscheibe getroffen. Der Zeuge brach die Verfolgung daraufhin unverletzt ab.

Nach Angaben des „Tagesspiegels“ hatte der Schütze jedoch den Mercedes des Zeugen mit den Angreifern verwechselt. Weiter wird berichtet, dass die Sportsbar ein Treffpunkt diverser aktenkundiger Clan-Mitglieder und der Polizei seit längerem bekannt sei.

(sm)

 



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