Heiko Maas.Foto: Adam Berry/Getty Images

Bundesregierung ersetzt Reisewarnungen künftig durch tagesaktuelle Reisehinweise

Epoch Times3. Juni 2020 Aktualisiert: 3. Juni 2020 11:27
Wegen der Corona-Pandemie hatte Außenminister Heiko Maas im März pauschal vor touristischen Reisen in alle rund 200 Länder der Welt gewarnt. Bisher wurden Reisewarnungen nur bei einer Gefahr für Leib und Leben verhängt. Rechtzeitig vor Beginn der Ferienzeit macht die Bundesregierung nun den Weg frei machen für grenzüberschreitenden Sommerurlaub in Europa.

Die Bundesregierung will die bestehende weltweite Reisewarnung ab Mitte Juni für mehrere Länder durch Reisehinweise ersetzen, die täglich aktualisiert werden, je nach Lage in dem Land.

„Wir haben heute im Kabinett beschlossen, die weltweite Reisewarnung ab dem 15. Juni für die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, für die Schengen-assoziierten Staaten und für das Vereinigte Königreich aufzuheben und durch individuelle Reisehinweise zu ersetzen“, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Mittwoch in Berlin. Das gelte, „sofern es keine Einreiseverbote und keine großflächigen Ausgangssperren in den jeweiligen Ländern mehr gibt“.

Diese Voraussetzungen erfüllten aktuell alle Länder bis auf Norwegen und Spanien. Dort gelten derzeit noch Einreisebeschränkungen. In Großbritannien gilt allerdings noch eine zweiwöchige Quarantäne bei der Einreise. Maas geht davon aus, dass dies nicht so schnell geändert wird.

Reisehinweise sind keine Reiseeinladung

Er wisse, dass die Entscheidung „große Hoffnungen und Erwartungen“ wecke, so Maas. Er müsse aber darauf hinweisen, dass „Reisewarnungen keine Reiseverbote und Reisehinweise keine Reiseeinladung“ seien. Zudem könnten Reisehinweise bei Bedarf auch wieder in Reisewarnungen geändert werden.

Man dürfe sich nicht in „falscher Sicherheit“ wiegen. Eine zweite Corona-Welle müsse unbedingt verhindert werden. Dabei komme es auf die Verantwortung jedes Einzelnen an, sagte der SPD-Politiker.

Maas weist darauf hin, dass es in diesem Sommer nicht nochmal ein Reiserückholprogramm geben wird. (dts/nh)


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