Pressekonferenz: Gauland und Weidel äußern sich zu Merkels Rückzug

Epoch Times29. Oktober 2018 Aktualisiert: 30. Oktober 2018 1:18
"... und wir hoffen doch sehr, dass sie dann ihre Kanzlerschaft möglichst bald abgibt, denn auch das wäre ein großer Schritt für unser Land", sagte Alexander Gauland zum Rückzug Merkels.

Die AfD hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nahegelegt, nun schnell auch die Kanzlerschaft aufzugeben.

„Merkel selbst sagt seit Jahren, Parteivorsitz und Kanzlerschaft gehören zusammen. So, jetzt gibt sie ihren Parteivorsitz ab, und wir hoffen doch sehr, dass sie dann ihre Kanzlerschaft möglichst bald abgibt, denn auch das wäre ein großer Schritt für unser Land. Und das erwarten wir auch in letzter Konsequenz von Angela Merkel“, sagte die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel am Montag in Berlin.

Weidel und ihr Kollege Alexander Gauland begrüßten die Ankündigung Merkels, sich vom CDU-Parteivorsitz zurückzuziehen. „Man kann sagen, die Wähler in Hessen haben Geschichte geschrieben. Ja, ‚Merkel muss weg‘ ist damit zum Teil erfüllt. Es war immer der Anfang vom Ende, wenn ein Parteivorsitz verloren geht“, sagte Gauland.

Überraschend hat die Bundeskanzlerin am Montag in Berlin angekündigt, beim CDU-Bundesparteitag im Dezember nicht mehr für den Parteivorsitz zu kandidieren.

Ihre Amtszeit als Kanzlerin bis 2021 wolle sie vollenden, danach werde sie auch für den Bundestag nicht mehr antreten. Sie tue das, um der CDU ausreichend Freiraum zu geben, sich auf die Zukunft vorzubereiten, sagte die 64-Jährige. Für die große Koalition im Bund sei es jetzt wichtig, ihre Kräfte „auf endlich gutes Regieren“ zu bündeln.

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn kündigten ihre Kandidatur für den CDU-Vorsitz an. Auch Ex-Fraktionschef Friedrich Merz steht CDU-Kreisen zufolge bereit.

„Wir hätten es schwerer, wenn Herr Spahn mit seinen Positionen Parteivorsitzender würde. Nur muss man deutlich sehen, dass – jedenfalls zu der Zeit, da ich Herrn Merz noch kenne – die Merzschen und die Spahnschen Positionen ähnlich sind“, sagte Gauland.

(reuters)

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