Coronavirus-Ausbruch deckt globalen Wirtschaftsdruck Chinas auf

Von 12. März 2020 Aktualisiert: 19. März 2020 23:00
Länder, die vom globalen Wirtschaftsdruck Chinas betroffen sind, haben die meisten Coronavirus-Infektionen. Die Beispiele Südkorea und Italien zeigen die Folgen, wenn Länder der Abhängigkeit von China folgen - die beiden Länder fallen auf Platz 2 und 4 der Coronavirus-Infektionen.

Der Ausbruch des Coronavirus lässt weltweit Besorgnis über den wirtschaftlichen und politischen Einfluss des chinesischen Regimes aufkommen. Insbesondere die Haltung Südkoreas gibt Aufschlüsse über den globalen Wirtschaftsdruck Chinas. Dies sagte Daniel Kliman, Direktor des Asien-Pazifik-Sicherheitsprogramms des Think Tank Centers „For a New American Security“ (Washington) am 9. März bei einer Podiumsdiskussion.

Seit dem Ausbruch im chinesischen Wuhan hat sich der Coronavirus auf 115 Länder und Regionen ausgebreitet. Insgesamt zählt es seit dem vergangenen Dezember weltweit 127.749 Infektionen, von denen etwa 37 Prozent außerhalb Chinas liegen.

Südkorea hatte Angst vor wirtschaftlicher Vergeltung

Motiviert durch den wirtschaftlichen Zwang Chinas reagierte Südkorea nicht angemessen auf den Ausbruch des Coronavirus. „Einige betroffene Länder, die wirtschaftlich von China abhängig sind, wurden durch die Sorge, das chinesische Regime nicht gegen sich aufbringen zu wollen, beeinträchtigt, effektiv auf den Ausbruch zu reagieren“, sagte Kliman.

Chinas wirtschaftliche Staatskunst fördert es, einige Länder in ein Dilemma zu bringen, wenn es darum geht, wie sie mit diesem Virus umgehen.“

Der Umgang Südkoreas mit dem Ausbruch sei ein Beispiel für dieses Dilemma, stellte Kliman fest. China ist der größte Handelspartner des Landes.

„Die südkoreanische Regierung hat sich wirklich bemüht, sowohl das Coronavirus im eigenen Land zu bekämpfen als auch China aus Furcht vor wirtschaftlicher Vergeltung nicht zu verärgern“, sagte Kliman. „Und dies hat einen politischen Rückschlag gegen die derzeitige Regierung in Südkorea verursacht.“

Der südkoreanische Präsident Moon Jae-in wurde von Oppositionspolitikern und Gesundheitsexperten in Südkorea scharf kritisiert, weil er die Krise falsch gehandhabt haben soll. Denn während der „goldenen Zeit“ soll er seine Grenze zu China nicht geschlossen haben, um die Ausbreitung des Virus im Land zu begrenzen. Moon hat sich geweigert, ein vollständiges Reiseverbot für Reisende aus China zu erlassen. Stattdessen sprach er am 4. und 5. Februar ein begrenztes Reiseverbot für Besucher aus der Provinz Hubei, das Epizentrum des Coronavirus, aus. Zuvor hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch zu einem weltweiten Gesundheitsnotstand erklärt.

Südkorea hat aktuell (Stand 11.3.) 7.869 bestätigte Coronavirus-Fälle. Davon entfallen die größten Ausbruchsherde auf Mitglieder der Shincheonji-Kirche Jesu, einer christlichen religiösen Kirche mit Sitz in der Stadt Daegu.

Partner der neuen Seidenstraße: Virus eventuell schwerer einzudämmen

Kliman sagte auch, dass die Partnerländer des Projekts „neue Seidenstraße“ den Coronavirus künftig möglicherweise schwerer eindämmen könnten. Denn das Projekt untergrabe die Regierungsführung in den jeweiligen Partnerländern.

Das Projekt „neue Seidenstraße“ soll nach Angaben der chinesischen Regierung die Kontinente Asien, Europa und Afrika durch ein Netz von Eisenbahnen, Häfen und Straßen verbinden. Damit soll eine Verbesserung der Infrastruktur und der Veranlassung von Investitionen erreicht werden.

Kritiker entgegnen, dass das Projekt zur Stärkung von Chinas geopolitischem Einfluss diene. Unter anderem fördere das Projekt die Korruption in Entwicklungsländern. Weiter führe es Entwicklungsländer in eine „Schuldenfalle“, da sie Schwierigkeiten haben, hohe chinesische Kredite zurückzuzahlen.

„Chinesische Praktiken [in Bezug auf die neue Seidenstraße] schwächen manchmal die Regierungsführung – besonders in den Entwicklungsländern, wo es ein Potenzial für Korruption, Einbezug lokaler Eliten und einen Verlust an Transparenz gibt“, sagte Kliman.

Bessere Regierungsführung und mehr Transparenz helfen Ländern und Regierungen bei der Bekämpfung von Epidemien“.

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Und weiter: In dem Ausmaß, in dem Regierungen von Entwicklungsländern wegen der Einmischung Chinas geschwächt seien, könne es in Zukunft schwieriger werden, den Coronavirus zu erkennen und zu bekämpfen.

Italien auf Platz 2 der Infektionen – infolge enger Beziehungen zu China

Italien folgt bei der Anzahl der Coronavirus-Infektionen direkt nach China auf Platz 2. Das ist ebenfalls eine Konsequenz der in den vergangenen Jahren immer enger gewordenen Beziehungen zwischen Rom und Peking.

Italien wurde als erstes (westliches) G7-Land Teil des umstrittenen Seidenstraßenprojekts. G7″ bezeichnet sich als ein informelles Forum von Staats- und Regierungschefs, die aus sieben Industrieländern kommen. In globalen politischen Fragestellungen stimmen sie sich einmal im Jahr auf einem Gipfeltreffen ab.

Staatschef Xi Jinping unterzeichnete bei seinem Italienbesuch vom 22. bis 24. März 2019 eine fünfseitigen Grundsatzerklärung („Memorandum of Understanding“). Daneben unterzeichneten die Regierungen auch 19 bilaterale Abkommen auf Behördenebene und zehn zwischen Unternehmen. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, umfasste das Auftragsvolumen, um das es damals ging, vorerst 2,5 Milliarden Euro. In weiterer Folge sollte es aber noch auf bis zu 20 Milliarden Euro anwachsen.

China pflegt jedoch bereits seit längerer Zeit vor allem in den Norden Italiens umfangreiche Wirtschaftsbeziehungen – und dabei vor allem in die Lombardei. Italien exportiert landwirtschaftliche Güter nach China und kauft Industrieprodukte ein. Außerdem hat sich Chinas Textilindustrie zunehmend nach Italien verlagert. Die tragenden Akteure sollen nicht selten die Möglichkeiten der „Seidenstraße“ genutzt haben, um undurchsichtige Strukturen zu etablieren. Darunter sind Sweat Shops, in denen illegale Einwanderer arbeiten, und Geschäftsmodelle bis hin zur Produktpiraterie.

Kooptierende internationale Organisationen

Der Ausbruch des Coronavirus habe auch den Einfluss des chinesischen Regimes auf die WHO ins Rampenlicht gerückt, so Kliman. Denn globaler Kritik zufolge habe die WHO anfänglich zu langsam auf die Krise reagiert. So hieß es im Original-Ton: „Zunächst, würde ich sagen, hat sie den Umfang und die Notwendigkeit einer energischen Reaktion heruntergespielt.“

Außerdem hat die WHO den Ausbruch des Coronavirus nicht sofort als globale Pandemie deklariert, obwohl viele Beobachter alle Anzeichen einer Epidemie sahen. Kliman sagte dazu: „Meine eigene Einschätzung wäre, dass eine Art politisches Kalkül dahinter steckt“.

Dass die WHO nur zögerlich eine Pandemie erklärte, könnte von der Sorge kommen, dass die Kommunistische Partei Chinas ihr Image beeinträchtigt sieht.

(Mit Material von Epoch Times USA)

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Im Jahr 2016 wurde China zum größten Handelspartner und ausländischem Direktinvestor Afrikas. In Afrika wurde das Managementmodell der KP China wegen seiner vielen Missstände scharf kritisiert: niedrige Löhne, schlechte Arbeitsbedingungen, schäbige Produkte, „Tofu-Dreg-Engineering“ [Projekte, die eine sehr schlechte Qualität haben], Umweltverschmutzung, Bestechung von Regierungsbeamten und andere korrupte Praktiken. Auch die chinesischen Bergbauaktivitäten in Afrika stießen häufig auf Proteste der lokalen Bevölkerung.

Michael Sata, der ehemalige Präsident Sambias, sagt: „Wir wollen, dass die Chinesen gehen und die alten Kolonialherren zurückkehren. Sie haben auch unsere natürlichen Ressourcen genutzt, aber zumindest haben sie sich gut um uns gekümmert. Sie bauten Schulen, lehrten uns ihre Sprache und brachten uns die britische Zivilisation. Zumindest hat der westliche Kapitalismus ein menschliches Gesicht; die Chinesen sind nur darauf aus, uns auszubeuten.“

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