Bundestrainer vor WM: «Viele Möglichkeiten für uns»

Die außergewöhnlichen Umstände der Corona-Pandemie bieten dem deutschen Eishockey-Nationalteam nach Meinung von Bundestrainer Toni Söderholm eine besondere Chance auf einen WM-Coup.„Den Gedanken habe ich schon länger. In dieser ungewissen…
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DEB-Coach Toni Söderholm sieht der WM zuversichtlich entgegen.Foto: Daniel Karmann/dpa/dpa
Epoch Times19. Mai 2021

Die außergewöhnlichen Umstände der Corona-Pandemie bieten dem deutschen Eishockey-Nationalteam nach Meinung von Bundestrainer Toni Söderholm eine besondere Chance auf einen WM-Coup.

„Den Gedanken habe ich schon länger. In dieser ungewissen Zeit und in der Bubble-WM liegen viele Möglichkeiten für uns“, sagte der 43-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur: „Der richtige Zeitpunkt für uns muss passen, dann ist vieles für uns möglich.“

Das deutsche Minimalziel für die am Freitag in Riga beginnende Weltmeisterschaft ist das Viertelfinale. Ob die Zeit reif ist für den ersten WM-Halbfinal-Einzug eines deutschen Teams seit 2010, wollte Söderholm nicht prophezeien. „Aber die Zeit ist sicherlich reifer. Es kommt näher und näher, dass eine deutsche Nationalmannschaft ein Halbfinale spielt“, sagte der Finne.

Auf den NHL-Topstar Leon Draisaitl muss Söderholm verzichten, aber auch anderen Nationen fehlen namhafte Spieler. „Jetzt ist etwas mehr Ungewissheit in diesem Turnier. Es geht für viele Mannschaften mehr um den Charakter“, sagte Söderholm.

Zum Auftakt trifft Deutschland am Freitag (15.15 Uhr/Sport1) als Favorit auf Italien, das vor dem Turnier von 15 Corona-Fällen betroffen war. „Das ist sicherlich keine optimale Situation gegen sie im ersten Spiel zu spielen“, gab Söderholm zu: „Wir müssen uns aber auf das fokussieren, was wir beeinflussen können. Für Angst ist es der falsche Zeitpunkt.“

Vor zwei Jahren hatte der Nachfolger von Olympia-Silbercoach Marco Sturm mit dem Viertelfinaleinzug und Rang sechs für das beste Abschneiden seit der Heim-WM 2010 gesorgt. 2020 waren die WM und sämtliche Testspiele aufgrund der Corona-Krise ausgefallen. Weil er selbst an Covid-19 erkrankt war, arbeitete Söderholm eineinhalb Jahre nur eingeschränkt mit dem Nationalteam. (dpa)



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